Kultur

Chor der Bergischen Symphoniker hat einen neuen Leiter

Freuen sich auf die Zusammenarbeit: der neue Chorleiter Witolf Werner (v. l.), Generalmusikdirektor Daniel Huppert und Reiner Daams, Vorsitzender des Chorvereins. Foto: Tim Oelbermann
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Freuen sich auf die Zusammenarbeit: der neue Chorleiter Witolf Werner (v. l.), Generalmusikdirektor Daniel Huppert und Reiner Daams, Vorsitzender des Chorvereins.

Witolf Werner probt jetzt die Kirchenkonzerte – als Dirigent arbeitete er schon für die Wiener Staatsoper.

Von Philipp Müller

Der Chor der Bergischen Symphoniker steht unter neuer Leitung. Die Probenarbeit hat Witolf Werner aus Wuppertal übernommen. Der ausgebildete Dirigent lobt nach den ersten Eindrücken das Ensemble: „Der Klang ist toll. Die Sangeslust ist da – und auch die Qualität.“ Das kann er gut beurteilen. Werner gehörte als Dirigent sechs Jahre lang der Wiener Staatsoper an.

Notwendig war Werners Verpflichtung, weil die bisherige Chorleiterin in der Corona-Pause das Amt aufgab. Stephanie Schlüter, die Kantorin in Dorp und Kreiskantorin für Solingen im Evangelischen Kirchenkreis, will sich künftig stärker auf weniger Chöre konzentrieren können. Das bedauert Reiner Daams. Er ist der Vorsitzende des Vereins, der den Chor der Bergischen Symphoniker trägt, und singt selbst im Chor. „Der Chor ist traurig, dass sie aufgehört hat.“ Aber jetzt sei man auch mit der Wahl von Witolf Werner glücklich, einen engagierten Leiter gefunden zu haben.

Generalmusikdirektor Daniele Huppert nutzte schon die Zeit, um mit Werner das Programm der kommenden Jahre abzustimmen. So wird es am 27. und 28. November Kirchenkonzerte in Solingen und Remscheid geben, die adventlich geprägt sein werden. Ein weiteres, musikalisch frühlingshaftes folge im Frühjahr 2022. Und im November kommenden Jahres soll es voraussichtlich Mozarts Requiem sein, das Orchester und Chor gemeinsam aufführen wollen.

„Wer Spaß hat, mit uns zu singen, soll gerne kommen.“

Witolf Werner wirbt um neue Stimmen für den Orchesterchor

Dazu muss es aber noch zu mehr an Stimmfülle im Chor kommen. Aktuell gebe es rund 60 Sängerinnen und Sänger, berichtet Daams. Auch deshalb, weil sich aus einer aufgelösten Kantorei in Remscheid die Mitglieder dem Chor angeschlossen hätten. 80 Stimmen fände Werner ideal und wirbt darum, dass sich Interessierte aus Solingen und Remscheid dem Chor anschließen: „Wer Spaß hat, mit uns zu singen, soll gerne kommen.“ Das sieht auch Daams so und erklärt: „Man soll aber wissen, wir sind ein Philharmonischer Chor und singen nur Klassik.“ Aktuell wird der Chor für die Kirchenkonzerte durch Werners Frau, die Gesangspädagogin Christiane Linke, in Form gebracht. Geprobt wird immer montags von 19.45 bis 22 Uhr in den Remscheider Räumen der Symphoniker, Am Bruch 5 in Haus 7.

Der ganze Aufwand wird sich langfristig lohnen. Daniel Huppert hat schon das Jahr 2024 im Blick. Zum 250. Jahrestag der Aufführung von Beethovens Neunter möchte er das berühmte Werk gerne in beiden Städten aufführen. Dass das gelingt, sieht auch Werner zuversichtlich.

www.chor-rsg.de

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