Der Chauffeur, der ein neues Leben beginnt

Brigitte Kiekenap stellt ein Buch des österreichischen Autors Heinrich Steinfest vor. Foto: Sina Baier
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Brigitte Kiekenap stellt ein Buch des österreichischen Autors Heinrich Steinfest vor. Foto: Sina Baier

Roman

Brigitte Kiekenap von der gleichnamigen Buchhandlung in Ohligs stellt heute den Roman „Der Chauffeur“ von Heinrich Steinfest vor.

Ungewöhnlich – so werden oft die Bücher von Heinrich Steinfest, österreichischer Autor und Musiker, charakterisiert. Deshalb wird es auch schon schwierig, den Inhalt von seinem neuen Buch „Der Chauffeur“ zusammenzufassen, ohne ihm etwas von seinem Zauber zu nehmen.

Zunächst erscheint der Roman ganz wohlgeordnet, so wie das Leben des Chauffeurs Paul Klee (ja, der Name ist schon irritierend), der zehn Jahre lang einen wichtigen Politiker durch die Gegend fährt. Nach einem schweren Unfall wird er entlassen, wenn auch mit einer üppigen Abfindung. Klee kauft sich ein kleines Hotel, Partnerin im neuen Beruf und im Leben wird die Maklerin, die ihm das Haus vermittelt hat.

Mehr möchte ich nicht verraten, denn die Geschichte wird mit überbordender Fantasie und vielen Haken und Ösen, um die Steinfest seine Handlungsfäden spannt, erzählt.

Dieses Buch ist eine opulente Mischung aus Krimi, Liebes- und Familiengeschichte, nur dazu gedacht, den Leser zu verwirren, ohne sich an die Gesetze der Wahrscheinlichkeit zu halten. Manchmal ist es fast schon ein bisschen zu viel, das muss man mögen, aber der schwarze Humor von Steinfest hilft dabei.

So etwas Schräges, Abgefahrenes, Utopisches und gleichzeitig immer in der Wirklichkeit Angesiedeltes habe ich noch nicht oft gelesen.

Heinrich Steinfest, Der Chauffeur, Piper Verlag, 356 Seiten, 22 Euro

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