Theater

Carl-Ruß-Schüler zeigen eine Welt ohne Farben

Carl-Ruß-Schüler hatten in der Cobra mit ihrem Musical Meine Welt – mein Kosmos“ großen Erfolg.
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Carl-Ruß-Schüler hatten in der Cobra mit ihrem Musical Meine Welt – mein Kosmos“ großen Erfolg.

Musical in der Cobra dreht sich ums Zusammenhalten.

Von Jonathan Hamm

Solingen. Draußen war der Himmel tiefblau, das Gras grün und die Sonne strahlte gelb. Nicht jedoch in der Cobra. Dort zeigten Schüler der Carl-Ruß-Schule in einem selbst geschriebenen Musical wie die Welt ohne Farbe aussieht – und machten sich auf die Suche.

Das Stück mit dem Titel „Meine Welt – mein Kosmos“ wurde von der Förderschule in Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation Spotlight Experience geschrieben, gestaltet und geprobt. Mehr als ein Schuljahr lang haben sich Schüler von der dritten bis zur siebten Klasse Texte und Lieder ausgedacht, Leinwände bemalt und Kostüme kreiert.

Das Ziel der Organisation ist es, mithilfe des Projektes den Kindern die Möglichkeit zum Entfalten zu bieten. Sie sollen sich selbst besser kennenlernen und sich in ihrem Umfeld gut orientieren und zurechtfinden können. Jedes teilnehmende Kind erhält die Möglichkeit, die eigenen Talente zu entdecken sowie sich darin kreativ auszuleben. Das Stück ist ein Gemeinschaftsprojekt. „Das Bühnenbild habe auch noch andere Klassen gemacht“, berichtete Larissa Klingel, Lehrerin an der Carl-Ruß-Schule.

„Wir freuen uns, dass es möglich ist, wieder auf der Bühne zustehen“, sagte Martijn Theisen Mitgründer von Spotlight Experience. Die pandemiebedingte Pause sei schwierig für sie gewesen. „Umso stolzer sind wir jetzt auf das Endergebnis.“

Zahlreiche Eltern, Verwandte, Mitschüler und Freunde zog es zur schulinternen Aufführung. Gespannt warteten sie auf den großen Auftritt der jungen Künstler – und wurden nicht enttäuscht.

Der Ausgangspunkt des Stücks ist alles andere als realitätsfern: Die Menschen kümmern sich nicht um ihren Planeten und vermüllen ihn. Aber jetzt folgen Konsequenzen: Frau Kosmos ist wütend und bestraft die Bewohner, indem sie ihnen die Farben wegnimmt. Der Planet wird traurig, trist und vor allem grau.

Doch nicht alle wollen sich mit diesem monotonen Dasein abfinden und so beschließen einige, die Farben wieder zurückzuholen. „Wir wollen doch einfach nur unseren Planeten wieder schön haben“, wünschen sie sich, und schnell geht es von alltäglichen Themen wie Hausaufgaben und Internetstars über Raketen und galaktischen Reisen, bis hin zu packenden Kämpfen auf fremden Planeten. Dabei trafen sie auf fantasievolle Wesen wie den „Mülleimer-König“, das „Marshmallow-Monster“ und den „Einhorn-Wal“ und sie merkten: Wenn wir zusammenhalten und gemeinsam arbeiten, sind wir stark.

Es wurde nie langweilig oder langatmig. Das Stück schaffte die richtige Mischung aus allen Aspekten, die ein gelungenes Musical ausmachen. Es wurde geredet, getanzt, gesungen, gelacht – und ganz viel geklatscht. Ein Happy End gab es in jeglicher Hinsicht. Die Schüler zeigten einen gelungenen Auftritt, die Eltern waren stolz auf ihre Kinder, das Projekt ein voller Erfolg und die Welt voller Farben, wie wir sie kennen, wurde gerettet.

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