Angebot

Café Courage ist an zwei Nachmittagen Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche

Tanzila Yoqutkhonova (l.) und Tochter Tabasum (6) sind ihren Ansprechpersonen Uli Kampschulte und Regine Weiß im Café Courage dankbar. Foto: Daniela Neumann
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Tanzila Yoqutkhonova (l.) und Tochter Tabasum (6) sind ihren Ansprechpersonen Uli Kampschulte und Regine Weiß im Café Courage dankbar.

Serie über offene Angebote für junge Leute: Der Internationale Frauen- und Initiativentreff ist als gemeinnütziger Förderverein mit Ehrenamtlichen tätig

Von Daniela Neumann

Solingen. Hausaufgabenhilfe, Nachhilfe und einen offenen Treff bietet der Internationale Frauen- und Initiativentreff für Kinder und Jugendliche. Über seine Mitglieder stemmt der gemeinnützige Förderverein sein dauerhaftes Angebot im Café Courage an der Klemens-Horn-Straße in der Nordstadt. Verantwortlich ist Regine Weiß. Die pensionierte Lehrerin stellt auch die vom Verein gemieteten Räume gegen eine Nutzungsgebühr von 15 Euro pro Treff den Gruppen zur Verfügung.

Nachhilfe, Hausaufgabenhilfe oder Spiel bis zur zehnten Klasse

Junge Leute der Klassen eins bis zehn können die offenen Angebote kostenlos wahrnehmen, Essen und Getränke gibt es gegen eine kleine Spende. Auch Erwachsene können an einem Tag in der Woche kommen, die Tür ist dann auf. Auch aus Lüftungsgründen, sagt Regine Weiß mit Hinweis auf die aktuelle Corona-Lage. Gäste trägt sie einfach in eine Liste ein.

In seiner Geschichte hat der Verein einiges erlebt. 1993 wurde er nach dem Solinger Brandanschlag gegründet, „um Leuten aus verschiedenen Kulturen Gelegenheiten zum Treffen zu geben“, erzählt Weiß. „Man baut Vorurteile ab“, berichtet Helferin Elke Kräling zum persönlichen Kontakt, den das Café ermögliche. Und auf Seiten der Gäste gebe die Haltung „Du bist willkommen“ oder „Wir helfen dir“ Respekt und Wertschätzung. Nach einigen türkischen Schwerpunkten seien später aufgrund des Krieges in ihrer Heimat Leute aus Bosnien, Kroatien und Serbien gekommen. Nach 2014 habe der Verein dann mit NRW-Projektfördergeldern einen Willkommenstreff für Geflohene installiert.

Dazu gehörten laut Regine Weiß Deutschkurse, Informationen über das Schulsystem hier und seit Frühjahr 2019 Hausaufgabenhilfe für die Kinder. Mittlerweile kämen einfach auch Kinder aus dem Umfeld, die wüssten, dass sie im Café in Ruhe schreiben, Fragen stellen oder spielen könnten. So wie die zwei Freundinnen, die gerade ein paar Zeichensachen aus dem Regal geholt haben und mal was ohne die drei älteren Brüder machen möchten. Oder wie Sidra Osman, die nach der Schule vor dem Nachhauseweg vorbeischaut, etwas isst und erzählt. Regine Weiß freut sich, dass die 15-Jährige auch bei den Naturfreunden ist, dort möchte sie sie verstärkt als Teamerin einsetzen.

Am anderen Tisch schaut Ehrenamtler Uli Kampschulte gerade über die Schreibübungen von Tabasum (6). Mit ihrer Mutter, die auch Deutsch lernt, sei sie erst seit ein paar Wochen in Solingen. Und er hat geholfen, dass das Mädchen aus Tadschikistan einen Schulplatz bekommen hat. Kampschulte vermittelt Informationen und zeigt Möglichkeiten auf: „Ich bin mal ziemlich regelmäßig mit mehreren Jugendlichen in Konzerte gegangen“, berichtet er mit Verweis auf das kostenlose Angebot für junge Leute.

Mittwochs von 12 bis 16 Uhr findet durchweg der offene Treff für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Interessierte können einfach vorbeikommen und sich an einen der Tische setzen und schauen, was es gibt. Mittwochs und donnerstags von 16 bis 18 Uhr gibt es für junge Leute der Klassen eins bis zehn Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe durch Ehrenamtliche. Nach Absprache können Gruppen sich zu vereinbarten Zeiten regelmäßig vor Ort treffen.

Kontakt: Tel. 46336, regine.weiss@t-online.de

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