Bussche-Kessel-Weg

Termin zu Kleingartenanlage heizt Gerüchte um Verkauf an

Die Kleingärtner vom Bussche-Kessel-Weg machten im Sommer 2018 erstmals lautstark auf ihre Situation aufmerksam.Archivfoto: Uli Preuss
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Die Kleingärtner vom Bussche-Kessel-Weg machten im Sommer 2018 erstmals lautstark auf ihre Situation aufmerksam.

Über das Grünareal am Bussche-Kessel-Weg wollen Vertreter der Stadt und des Landes Ende April verhandeln.

Solingen. Über die Zukunft der Kleingartenanlage am Bussche-Kessel-Weg soll ein Gespräch zwischen Rathaus und der landeseigenen Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft (BEG) Ende April mehr Klarheit bringen. Dieser Termin und andere Vorgänge heizen Gerüchte um einen bevorstehenden Verkauf des bahneigenen Geländes an. In einem solchen Fall droht den Kleingärtnern das Aus ihrer Anlage. Nicht geklärt ist, ob die Stadt ihr Vorkaufsrecht für die 18 000 Quadratmeter an der Bahnlinie zieht. BEG und Stadt wollen sich erst Ende April äußern.

Die 87 Kleingärten befinden sich auf einer Fläche, die die Deutsche Bahn (DB) für ihre Zwecke größtenteils nicht mehr benötigt. Darum hat sie die BEG mit dem Verkauf beauftragt. Für das Gelände gibt es seit 1975 einen Bebauungsplan, der Gewerbeflächen vorsieht. Ein Drittel des Areals würde für ein von der Stadt angestrebtes drittes Bahngleis nach Köln benötigt.

Laut Harald Hohmeier, Geschäftsführer des Vereins Bahn-Landwirtschaft Köln, hatte die BEG einen Gutachter auf das Gelände in Aufderhöhe schicken wollen. Hohmeiers Verein vertritt die Interessen vieler Kleingärtner an Bahnlinien zwischen Koblenz und Duisburg. Aus der Anfrage schließt er, dass ein baldiger Verkauf angestrebt werde. Nach Informationen der Kleingärtner könnte dies bei einer Auktion Mitte Mai geschehen. Den Gutachtertermin hat der Geschäftsführer aber abgelehnt, weil er dafür keinen Anlass sieht, solange die Pachtverträge mit den Kleingärtnern nicht gekündigt seien. Er und Hans-Peter Sokoll, Vorsitzender der Kleingärtner vor Ort, wollen die jetzige Anlage möglichst erhalten. Laut Sokoll ist sie unter anderem für die Frischluftzufuhr nach Ohligs wichtig.

Solingen: Ob die Stadt das Gelände kauft, ist noch nicht entschieden

Eine Entscheidung, ob die Stadt von ihrem Vorkaufsrecht gebraucht macht – die Rede ist von 90 Euro pro Quadratmeter –, muss in der Politik fallen. Zumindest die Grünen sind dafür. Sie stufen die Gärten laut Ratsmitglied Thilo Schnor als wichtige Grünfläche ein und suchen jetzt das Gespräch mit den anderen Fraktionen.

Der stellvertretende Ohligser Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU) will die Gärten möglichst erhalten, auf jeden Fall aber eine Gewerbeansiedlung verhindern. CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Daniel Flemm kann sich dort langfristig Wohnbebauung vorstellen. Sollte die Stadt das Gelände kaufen, wäre Flemm dafür, den Vertrag mit den Kleingärtnern für mehrere Jahre zu verlängern.

Den April nutzen, um Lösungen zu finden, will laut Planungspolitiker Ernst Lauterjung die SPD. Bezirksbürgermeisterin Gundhild Hübel (SPD) hält es für wichtig, dass nach Jahren der Ungewissheit eine Entscheidung falle.

Sicherheit haben die Pächter nach Hohmeiers Einschätzung bis Ende November 2022. Mindestens so lange seien sie durch vertragliche Kündigungsfristen geschützt.

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