Bussche-Kessel-Weg

Bahngesellschaft will Ohligser Kleingärtnern 2022 kündigen

Die Kleingartenanlage am Bussche-Kessel-Weg liegt direkt an der Bahnlinie nach Köln (rechts). Foto: Christian Beier
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Die Kleingartenanlage am Bussche-Kessel-Weg liegt direkt an der Bahnlinie nach Köln (rechts).

Gelände am Bussche-Kessel-Weg steht vor dem Verkauf

Von Andreas Tews und Manuel Böhnke

Die Bahnentwicklungsgesellschaft (BEG) will sich von ihrem Gelände am Bussche-Kessel-Weg trennen. Stadtdirektor Hartmut Hoferichter teilte den Politikern im Stadtentwicklungsausschuss und in der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid mit, dass die BEG den Pächtern, die dort eine Anlage mit 87 Kleingartenparzellen betreiben, zum Ende des Jahres 2022 kündigen werde. Ob diese das Gelände wirklich räumen müssen, steht allerdings noch nicht fest. Die Stadt muss jetzt entscheiden, ob sie ihr Vorkaufsrecht zieht, um weite Teile des Geländes als Grünfläche zu erhalten.

Solingen-Ohligs: Der Bebauungsplan von 1975 sieht Gewerbeflächen vor

Die Deutsche Bahn hat die BEG mit dem Verkauf des 18 000 Quadratmeter großen Geländes beauftragt, weil sie die Fläche für ihre Zwecke nicht mehr benötigt. Für das Gelände gibt es seit 1975 einen Bebauungsplan, der Gewerbeflächen vorsieht. Darum steht der Verkauf an einen gewerblichen Investor im Raum. Dies hätte das Ende der Kleingartenanlage an dieser Stelle und eine Verlagerung – möglicherweise an den Hermann-Löns-Weg – zur Folge. Auch die Stadt kommt als Käuferin in Frage. Zumindest ein Drittel des Areals würde für ein von ihr angestrebtes drittes Bahngleis nach Köln benötigt.

In einem Gespräch mit Vertretern der Stadt hat die BEG laut Hoferichter jetzt angekündigt, dass sie Anfang kommenden Jahres die Kündigungen aussprechen werde. Diese würden Ende 2022 wirksam. Bestätigt hätten sie auch ein Erstzugriffsrecht für die Stadt. Ob die Stadt kauft, muss die Politik entscheiden.

Sowohl im Fachausschuss als auch in der Bezirksvertretung sprachen sich diverse Politiker für den Erhalt der Kleingartenanlage aus. Planungspolitiker Dietmar Gaida (Grüne) hält den Erhalt der „wichtigen Biotopfläche“ für notwendig – nicht zuletzt, weil in Ohligs auch weitere wichtige Grünflächen wegzufallen drohten. Auch Bezirksvertreter Marc Westkämper (CDU) betonte, dass die Anlage aus ökologischer Sicht sowie mit Blick auf ihren Freizeitwert erhaltenswert sei.

Nach Gaidas Meinung sollte die Stadt zudem den gültigen Bebauungsplan ändern. So könne eine Dauernutzung für Kleingärten gesichert werden.

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