Barrierefreier öffentlicher Personennahverkehr

Buskaps an Haltestellen sollen in Solingen Standard werden

Buskaps wie das am Steinberg in der Nachbarstadt Remscheid soll es bald in modernerer Form auch in Solingen geben. Foto: Roland Keusch
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Buskaps wie das am Steinberg in der Nachbarstadt Remscheid soll es bald in modernerer Form auch in Solingen geben.

Stadt und Stadtwerke streben einen barrierefreien öffentlichen Personennahverkehr an.

Solingen. Ein „vollständig barrierefreier öffentlichen Personennahverkehrs“ (ÖPNV) soll strategisches Ziel der Planungen in Solingen sein. Entsprechend wollen Stadt und Verkehrsbetrieb der Stadtwerke den Nahverkehrsplan überarbeiten. In einem Entwurf dafür schlagen externe Gutachter einen flächendeckenden Umbau der Bushaltestellen vor. „Buskaps“ sollen dabei zum Standard werden. Dies sind Haltestellen, an denen der Bürgersteig so in die Fahrbahn hineinragt, dass die Busse sie gerade anfahren können, ohne dass eine Lücke zwischen Bordstein und Buseinstieg entsteht.

Im Nahverkehrsplan ist nicht nur der Umfang des Bus- und Bahnangebots in der Stadt geregelt. Auch mittel- und langfristige Ziele zu den Standards dieser Angebote werden darin festgelegt. Den angestrebten barrierefreien ÖPNV als Planziel verlangt das Personenbeförderungsgesetz.

Das Rathaus hat der Politik jetzt Pläne vorgestellt, in denen es um einen Umbau der Haltestellen geht. Demnach sollen Buskaps zum Regelfall werden. Vor allem an Haltestellen mit hohem Fahrgastaufkommen will man vorhandene Busbuchten umbauen. „Buskaps gewährleisten eine optimale Barrierefreiheit, da deren Kante vollständig spaltfrei anfahrbar ist“, erklären die Fachleute der beteiligten Verkehrsplanungsbüros. Von dieser Regelung ausnehmen wollen sie vor allem Haltestellen direkt an Hauptverkehrsstraßen und an Strecken, auf denen mehr als Tempo 50 erlaubt sind.

Solingen: Das erste neue Buskap wird auf der Lützowstraße gebaut

Das erste neue Buskap im Stadtgebiet ist für die Haltestelle Dycker Straße auf der Lützowstraße vorgesehen. Weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. Zur Reihenfolge soll zum Nahverkehrsplan eine Prioritätenliste erarbeitet werden. Fahrgastzahlen und die Lage eventueller Senioren- oder Behinderteneinrichtungen im jeweiligen Umfeld sollen dabei die wichtigsten Kriterien sein. Dies werde aber nicht allein ausschlaggebend sein, betont das Rathaus in seinem Bericht an die Politik. Zu beachten sei auch, ob auf betreffenden Straßen ohnehin Bauarbeiten anstünden. Für den Umbau von Haltestellen stehen in Haushalt für die kommenden Jahre jeweils zwischen 600.000 und 700.000 Euro zur Verfügung.

Die Gutachter betonen, dass der barrierefreie Umbau nicht nur Gehbehinderten, Eltern mit Kinderwagen, Gehörlosen, Seh- oder Greifbehinderten sowie Personen mit Konzentrations- und Orientierungsbeeinträchtigungen zugutekomme. Profitieren sollen – durch Design, Auffindbarkeit und Zugänglichkeit – alle Nutzergruppen. Zur Barrierefreiheit zählen sie auch eine regelmäßige Wartung und Reinigung der Haltestellen sowie einen ausreichenden Winterdienst.

Sie sind ein Dauerbrenner in den politischen Gremien vor Ort: öffentliche Toiletten – beziehungsweise das Fehlen eben dieser.

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