Projekte

Buschfeld: Streit um Gewerbe entbrennt neu

Regionalplan ebnet Weg für weitere Projekte.

Von Andreas Tews

Im Zusammenhang mit dem am Donnerstag beschlossenen neuen Regionalplan spricht die Solinger SPD von Wortbruch. Viele Bürger seien „enttäuscht und wütend“, weil darin das Gebiet Buschfeld als Gewerbefläche ausgewiesen ist, erklärte die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Iris Preuß-Buchholz. Den Solinger CDU- und FDP-Vertretern wirft sie vor, den Willen des Stadtrates missachtet zu haben. Der hatte wiederholt gefordert, am Buschfeld keine Gewerbefläche vorzusehen. Dem kam die Bezirksregierung nicht nach. Der Regionalplan gibt den langfristigen Rahmen für neue Planungen der Städte des Regierungsbezirks vor. Die sind aber nicht verpflichtet, dessen Vorgaben umzusetzen.

Genau darauf verweist Waldemar Gluch (CDU), einer von vier Solingern im Regionalrat. Am Ende entscheide der Rat, was mit Buschfeld geschehe. Wichtiger erscheint ihm ohnehin, dass die neue Planung den Weg für das Wohngebiet auf dem Ohligser Stadiongelände ebnet und dass wieder eine bessere Anbindung Solingens an die Autobahn 3 berücksichtigt ist. Ulrich G. Müller (FDP) wies darauf hin, dass Solingen auch nach Meinung der Bezirksregierung größere Gewerbeflächen brauche. Es sei darum gegangen, die Stadt nicht von der Entwicklung abzuhängen.

Preuß-Buchholz wirft CDU und FDP ein „falsches Spiel“ vor. SPD-Vertreterin Friederike Sinowenka habe vergeblich versucht, den Buschfeld-Entschluss zu verhindern. Um die Entwicklung der Region nicht aufzuhalten, habe sie am Ende aber für den Regionalplan gestimmt. Laut Manfred Krause (Grüne) habe die Bezirksregierung eine monatelange Verzögerung für den Fall angedroht, dass es in Sachen Buschfeld noch einmal Änderungen am vorliegenden Entwurf gebe. Nur deswegen habe sich im Regionalrat keine Mehrheit dafür gefunden.

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