Historisches Foto

Ein großes Straßenbauprojekt – erkennen Sie, wo das Foto entstanden ist?

Ein großes Straßenbauprojekt – erkennen Sie, wo das Foto entstanden ist? Was wissen Sie über das Vorhaben, das bis heute Gegenstand von Diskussionen ist? Schreiben Sie uns gerne bis Donnerstag, 23. Juni, eine E-Mail (Betreff: „Historisches Foto“).
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Ein großes Straßenbauprojekt – erkennen Sie, wo das Foto entstanden ist?

Das historische Foto erinnert an den 70-jährigen Geburtstag der Stangentaxis. Was suchen wir dieses Mal?

Ein großes Straßenbauprojekt – erkennen Sie, wo das Foto entstanden ist? Was wissen Sie über das Vorhaben, das bis heute Gegenstand von Diskussionen ist? Schreiben Sie uns gerne bis Donnerstag, 23. Juni, eine E-Mail (Betreff: „Historisches Foto“): redaktion@solinger-tageblatt.de

Das historische Foto der vergangenen Woche: O-Bus: Zum Aussteigen Leine ziehen

Von Philipp Müller

Am 19. Juni 1952 war die Jungfernfahrt des ersten O-Busses in Solingen. Das schreibt Guido Esser zum historischen Foto. „Oft nutzte meine Mutter mit uns Kindern ab Bülowplatz die Linie 1. Ich vergesse nie das markante Quietschen der Trommelbremsen, wenn sich die Busse der Haltestelle näherten oder das markante Rattern der Fahrschalter, wenn der Bus im Bereich des heutigen Bahnhofs Mitte von der Brücke Bismarckstraße in den Werwolf einbog.“

Welche Attraktion O-Busse damals waren, beschreibt Hannelore du Mont: „Es muss an einem der ersten O-Bus-Tage gewesen sein, als unser Volksschullehrer Karl-Heinz Overberg, seine 3. Klasse von etwa 50 Kindern damit überraschte, den Unterricht vorzeitig zu beenden. Er führte uns von der Schule Broßhaus zum Ohligser Bahnhof.“ Dort habe der Lehrer dann verkündet: „So, nun fahre ich mit dem ersten neuen O-Bus nach Hause. Ihr dürft mir alle winken und dann auch nach Hause gehen.“

Ein O-Bus der ersten Generation war gesucht.

„Meine Mutter fuhr jeden Tag bis zu unserem Umzug 1965 mit der Widderter Linie 4 in die Stadt zu ihrer Familie zur Kronprinzenstraße. Als sie 1956 schwanger wurde, hatte mein Vater Angst, ich käme im Bus zur Welt. Zum Glück war es nicht der Fall“, erinnert sich Margit Hoffmann. Zu den noch fahrenden historischen Bussen sagt sie: „Noch heute versuchen wir nach Möglichkeit immer einen Platz bei den Fahrten zu bekommen, um unseren Freunden aus anderen Städten Solingen näher zu bringen – wo geht es besser als in dem alten Stangentaxi, wenn dann auch noch der Anhänger dranhängt.“

„Am Dreieck wurde nicht nur umgestiegen, sondern auch noch die letzten Hausaufgaben im damaligen Pavillon erledigt. Das waren immer hektische Momente bis zum nächsten Bus“, erinnert sich Harald Hoffmann.

Monika Alex erzählt, was mit den ausgedienten Bussen passieren kann: „Sommer 2011. Wir kommen gerade aus der Moschee in Sarajevo. Ein Bus fährt vorbei.“ „Landbäckerei Furthmann“ habe darauf gestanden. „Es dauert ein paar Sekunden, bis ich die Eindrücke zusammenbringe. Solinger Busse in Sarajevo!“

Zu 1952 weiß Lothar Schmitz: „Wo heute Kaufhof und P&C stehen, befand sich vor 70 Jahren ein großer Platz. Er entstand durch das Abräumen der Ruinen des II. Weltkriegs. Genau dort wurde im Jahre 1952 der erste O-Bus der Öffentlichkeit vorgestellt.“

Schaffner verkauften die Fahrkarten im Bus

„Von 1962 bis 1966 fuhr meine Mutter mit mir immer montags bis freitags vom Graf-Wilhelm-Platz Richtung Höhscheid zur Haltestelle am Weegerhof“, erzählt Eberhard von Kalben. „Als damals 3- bis 6-jähriger Junge war die Busfahrt immer ein Highlight. Im O-Bus an der hinteren Tür hat ein Schaffner gesessen, der die Fahrkarten verkaufte. Oberhalb der Fenster hing von vorne bis hinten zum Schaffer eine Leine. Ich glaube, an dieser konnte man ziehen, um dem Busfahrer ein Signal zum Aussteigen zu geben.“ Elke Steinhaus schreibt zum Bild: „Das Foto zeigt einen alten Obus, wohl aus den 50er Jahren. Ich liebte es als Kind, mit diesen Bussen zu fahren. Ich wollte immer ganz hinten sitzen, weil es da so schön wippte, wackelte und hopste. Damals gab es noch einen Schaffner in jedem Bus. Er half älteren Leuten und Müttern mit Kinderwagen. Es gab sehr nette und freundliche Schaffner, aber auch mürrische.“

Ein alter und ein neuer O-Bus im Vergleich.

Zu Ihren Erinnerungen mit den Solinger „Stangentaxis“, sagt Regina Mengel: „Da könnte meine Mutter, die leider schon verstorben ist, eine Menge erzählen. Sie fuhr immer mit der Linie 4 in die Stadt und zurück.“ Dort habe sie immer den „Aul Solingern“ zugehört. Daraus seien zahlreiche „Vertellstöckser ut der Linnig vier“ (Erzählstücke aus der Linie Vier) entstanden, die alle im ST veröffentlicht wurden.

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