Diskussion

Burger Politik bleibt bei „nein“ zu Lampen

Die schmalen grauen Straßenlampen sind in Burg umstritten. Ausgesucht wurden sie, weil sie unauffällig sein sollen. Foto: Christian Beier
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Die schmalen grauen Straßenlampen sind in Burg umstritten. Ausgesucht wurden sie, weil sie unauffällig sein sollen.

Stadtverwaltung will bei einem Ortstermin für umstrittene Laternen werben.

Von Andreas Tews

Burg. Bei den umstrittenen Burger Straßenlaternen lassen die Politiker der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid nicht mit sich reden. Unabhängig von einem Ortstermin, bei dem Vertreter der Stadtverwaltung und der Technischen Betriebe Solingen (TBS) noch einmal für die modernen Leuchten im denkmalgeschützten Umfeld werben wollen, bleiben sie bei ihrer Forderung, dass die Lampen durch andere ersetzt werden sollen. Das wurde bei der Sitzung der Bezirksvertretung deutlich.

Im Zuge der Umgestaltung der Unterburger Ortsdurchfahrt hatten die TBS auch neue Straßenlaternen aufstellen lassen. Schnell wurde Kritik aus den Reihen der Anwohner laut. Eine von ihnen gegründete Bürgerinitiative fordert, die Lampen durch andere zu ersetzen, die nach Meinung der Bürger besser ins Umfeld passen. Die Anwohner stören sich auch an dem hellen Licht der Lampen. Hier haben die TBS nach eigenen Angaben inzwischen die von vornherein geplanten Einstellungen vorgenommen. Durch die wird das Licht heruntergedimmt. Diesen Effekt wollen die Fachleute Bürgern und Politikern bei einem Ortstermin vorstellen.

Daran würde Bezirksbürgermeister Axel Birkenbeul (SPD) nach eigenen Angaben zwar teilnehmen. Aus seiner Sicht ist aber klar, dass die Laternen ersetzt werden müssen, wie es die Bezirksvertretung bereits Mitte März vorgeschlagen hatte. Eine Entscheidung fällt aber nicht in der Bezirksvertretung, sondern im Stadtentwicklungsausschuss des Rates. Der hatte sich vor gut zwei Wochen für den Ortstermin ausgesprochen. „Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir ein Treffen mit Abstandsregeln bewerkstelligen können“, erklärte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter inzwischen im für die TBS zuständigen Zentralen Betriebsausschuss.

Termine mit Bürgerbeteiligung seien zwar prinzipiell gut, erklärte in der Bezirksvertretung Paul Westeppe (CDU). Da die Ablehnung in der Bezirksvertretung aber über alle Parteigrenzen hinweg deutlich geworden sei, hält er einen Ortstermin für „überflüssig“. Auch die Meinung der Burger sei klar.

Bei der Entscheidung, welches Modell bei den neuen Straßenlampen in Burg berücksichtigt werden soll, forderten Westeppe und Gisela Weih (Grüne), die Bürger einzubinden. Dass es in dieser Frage ausführliche Diskussionen geben werde, erwartet der SPD-Bezirksvertreter Reinhard Pogutke.

Der Sozialdemokrat warf zudem die Frage auf, was ein Austausch der Lampen kosten werde. Dieser Betrag dürfte nach Meinung von Bezirksbürgermeister Birkenbeul aber nicht allzu hoch ausfallen, wenn die umstrittenen Lampen an anderer Stelle wieder aufgestellt würden. „Die Lampen gehen ja nicht verloren“, erklärte der Sozialdemokrat. Er kann sich die Leuchten zum Beispiel in einem moderneren Umfeld gut vorstellen. „Im O-Quartier will man sie aber nicht haben“, hat Ute Klein (FDP) erfahren. Nach ihrer Kenntnis ist aber die Stadt Remscheid an den Burger Laternen interessiert.

Bezirksvertretung

Die Bezirksvertretung unterstützt finanziell: BUND (1000 Euro für Geräte zur Biotop-Pflege); Post-SV Solingen (1000 Euro für Trainerbänke, einen neuen Zuweg, und Tornetze); Wipperkotten (2000 Euro für neues Wasserrad und Welle); Heimat-und Hahneköpperverein „Schlag aff“ Schlicken (1000 Euro für Pacht und Versicherung).

Im Zuge der Arbeiten zum besseren Schutz Unterburgs vor Hochwasser wurden zuletzt drei neue Brücken über den Eschbach eingebaut.

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