Mittelaltermarkt

In Burg erwacht das mittelalterliche Leben

Bei der Burgbelebung auf Schloss Burg wurde viel Handarbeit geboten. Besucher und Mitwirkende hatten Spaß daran. Foto: Christian Beier
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Bei der Burgbelebung auf Schloss Burg wurde viel Handarbeit geboten. Besucher und Mitwirkende hatten Spaß daran.

42 Aussteller präsentierten ihre Waren auf dem Mittelaltermarkt auf Schloss Burg.

Von Manuel Böhnke

Die Mitglieder der Wahren Bergischen Ritterschaft schützten sich unter ihrem Zelt vor der Sonne und der Gaukler kam nicht nur wegen der brennenden Fackeln, mit denen er jonglierte, ins Schwitzen. Der Wettergott meinte es am Wochenende gut mit dem 14. alljährlichen Mittelaltermarkt auf Schloss Burg.

42 Aussteller präsentierten ihre Angebote am Samstag und Sonntag in historischem Ambiente. „Wir bemühen uns jedes Jahr, ein gemischtes Programm auf die Beine zu stellen“, betonte Lutz Pickelein. Er ist der Kastellan auf Schloss Burg. Das Interesse der Aussteller sei seit der ersten Auflage stetig gestiegen. Durch die Mischung alter und neuer Stände versuche man, den Besuchern Abwechslung zu bieten. Bisher sei das gut gelungen, bekräftigte Pickelein: „Die Veranstaltung wird gut angenommen.“

SCHLOSS BURG

RITTERSPIELE An den ersten beiden Wochenenden im August gastieren die Georgs Ritter auf Schloss Burg. Ihr Ritterspiel zeigen sie am 4. und 11. August jeweils um 12 und 15 Uhr. Sonntags (5. und 12. August) treten sie dreimal auf: um 11, 14 und 16 Uhr.

www.schlossburg.de

Das rege Interesse gab ihm Recht: Bereits am Samstag machten sich viele Besucher auf den Weg nach Burg. Das Angebot der Veranstalter, Menschen in Gewandungen die Hälfte des Eintrittspreises zu erlassen, erwies sich als kluger Schachzug. Der mittelalterliche Zwirn sorgte vor allem bei den kleinen Besuchern für große Augen. Wem noch etwas zum mittelalterlichen Leben fehlte, wurde sicherlich an einem der Stände fündig. Von Schmuck über Gewänder bis zu Drechselarbeiten konnte man beinahe alles erwerben, was mit der Epoche in Verbindung steht. Dazu gab es die passende Verpflegung: Fleisch von der „toten Sau“ und Met oder Bier aus schweren Krügen. Für die nötige Stimmung sorgten die Musiker der Gruppe Spectaculatius mit ihren mittelalterlichen Klängen.

Um aus dem Kerker auszubrechen, muss man Rätsel lösen

Ein Novum gab es am Wochenende auch zu erleben. Die Bonner Ingo und Alexandra Steins waren mit dem nach ihren Aussagen ersten mobilen mittelalterlichen Escape Room zu Gast. Gruppen von bis zu fünf Personen wurden in dem Zelt mit Ketten gefesselt oder in einen Käfig gesperrt.

Binnen 45 Minuten mussten sie mehrere Rätsel lösen, um sich zu befreien. Das Ehepaar hat sich eine unterhaltsame Rahmenhandlung einfallen lassen und spielte sogar selbst mit. „Das war super gut“, erzählte Elena Jansen, nachdem sie das Rätsel mit ihren Freunden Monika Domogalla, Mariel Rinke und Michael Homann gelöst hatte. Die Besucher aus Langenfeld, Monheim und Bonn waren extra für den Escape Room nach Burg gekommen.

Gut kamen vor allem die anspruchsvollen Aufgaben sowie die liebevolle und authentische Aufmachung des Spiels an. Für das Ehepaar Steins ist der Escape Room ein Hobby. Das Eintrittsgeld fließe in die benötigte Ausstattung, betonte Alexandra Steins. Die Bonner sind keine Unbekannten auf Schloss Burg. Seit einigen Jahren schlagen sie während des Mittelaltermarktes die Zelte ihres Bauernlagers im Brunnenhof auf. Mit dem Escape Room hauchen sie dem Lager nun neues Leben ein. Ihre beiden Esel waren freilich dennoch auch dieses Mal wieder dabei.

Wenngleich der Mittelaltermarkt natürlich eine kommerzielle Veranstaltung ist, blieb auch Platz für den guten Zweck. In der Taverne gab es nicht nur Kirschbier und Met zu kaufen. Auf der Bierrutsche konnten die Besucher für zwei Euro versuchen, ihren Krug in eine vorgegebene Fläche zu schieben – ähnlich wie beim Curling. Die Einnahmen kommen vollständig dem Kinderhospiz Burgholz zugute. „Ich will, dass ein Teil des Geldes in der Region bleibt“, erklärte der Marburger Standbetreiber Thomas Plum.

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