Aktion

Bunte Steine erfreuen die Spaziergänger

Die bunte Steinschlangen im Wald zeigen, dass viele das Spiel mitmachen und die bemalten Steine auslegen. Foto: Roland Keusch
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Die bunte Steinschlangen im Wald zeigen, dass viele das Spiel mitmachen und die bemalten Steine auslegen.

Steine zu bemalen und auszulegen ist ein neues Hobby im Bergischen Land.

Von Stephanie Licciardi

Wer beim täglichen Spaziergang durch den Wald oder entlang der Straßen des Wohnviertels genau hinschaut, entdeckt sie gelegentlich. Ob mit lustigen Gesichtern, Blumen- oder Herzmotiven, sie liegen nahezu überall, bunt bemalte Steine. Familie Norgel aus Remscheid bemalt wöchentlich bis zu vierzig solcher Findlinge. „Es ist ein richtiges Familienhobby geworden“, erzählt Silke Norgel.

Am heimischen Basteltisch bei Familie Norgel liegen Acrylstifte und -farben, Pinsel und Steine bereit. „Wir schauen uns vor dem ersten Pinselstrich den Stein an, und wenn dieser zum Beispiel eine Schneckenform hat, wird dieser als solche gestaltet“, erzählt Silke Norgel. Anschließend werden die großen und kleinen Findlinge mit umweltfreundlichem Klarlack versiegelt, damit die Farben lange erhalten bleiben. „Natürlich sollen die Steine nicht der Umwelt schaden“, so Norgel weiter. Nur bekleben sollte man die Steine nicht, empfiehlt sie.

Vor einem halben Jahr haben die Norgels die „RemSteine“-Gruppe bei Facebook gestartet. Anfangs habe sie nicht gedacht, dass ihre Aktion Nachahmer fände. Das Ziel der „RemSteine“ sei es, den Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern und zum Mitmachen zu animieren, erklärt die zweifache Mutter. Gemeinsam mit ihren Kindern legt Silke Norgel die Steine anschließend aus. „Hauptsächlich vor Kitas und Schulen, um beim Suchen und Finden den Spaßfaktor zu erhöhen“, verrät sie.

Die Steine legen wir vorzugsweise im Wald aus.“
Julia Bauermann

Ihren ersten Stein habe sie unweit der Volksbank gefunden, erinnert sich Svenja Schnurbusch. Seitdem greift das Mal- und Jagdfieber auf die „Hücksteine“ („Hückstones“) auch in Hückeswagen um sich. Hoch im Kurs stehen bei Schnurbuschs Pokémon- und Disneymotive, die nach ihrer Fertigstellung in und um die Schloss-Stadt ausgesetzt werden. Eine Besonderheit: Im Schaufenster des neu eröffneten Standortes der Rehabilitations- und Behindertensportgemeinschaft Hückeswagen an der Islandstraße liegt ein Mandala-Stein von Svenja Schnurbusch.

In Solingen bemalen Julia Bauermann und Tochter Johanna mit viel Begeisterung die „Wupper Steine“. „Von der Aktion habe ich das erste Mal in einem WDR-Beitrag gehört“, erzählt Julia Bauermann. Unabhängig der derzeitigen Krise bemalen sie Steine und legen diese wieder aus. „Vorzugsweise aber im Wald“, so die Solingerin.

Auch in Wermelskirchen sind farbenfrohen Gesteine auffindbar. Hannah Muriel Steeger hat die Facebook-Gruppe „Wermelskirchener Steine“ vor über einem Monat, mit Beginn der Coronamaßnahmen ins Leben gerufen. „In Wermelskirchen ist die Idee noch nicht so verbreitet wie andernorts, findet aber inzwischen Anklang.“ Die Aktion gebe nicht nur ein Gefühl des Zusammenhalts, sondern es sei auch für Kinder eine besondere Schatzsuche, so Hannah Muriel Steeger. „Die Menschen sollen die Steine aber nicht horten, sondern weiter auf Reisen schicken.“

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