Zu Besuch

Bundestrainer Alfred Gislason rechnet mit dem BHC

Walbusch-Geschäftsführer Marcus Leber (l.) und Handball-Bundestrainer Alfred Gislason posieren vor dem Hauptgeschäft des Solinger Unternehmens. Das Medien-Interesse an der Pressekonferenz war gewaltig, zumal es die erste mit Präsenz seit Beginn der Krise war. Foto: Christian Beier
+
Walbusch-Geschäftsführer Marcus Leber (l.) und Handball-Bundestrainer Alfred Gislason posieren vor dem Hauptgeschäft des Solinger Unternehmens. Das Medien-Interesse an der Pressekonferenz war gewaltig, zumal es die erste mit Präsenz seit Beginn der Krise war.

Der Deutsche Handball-Bund veranstaltet seine erste Pressekonferenz seit Beginn der Corona-Krise bei Walbusch.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Die Partnerschaft des Solinger Unternehmens Walbusch und des Deutschen Handball-Bundes (DHB) ist eine ungewöhnliche: Im Handball ist es noch nicht üblich, über einen offiziellen Fashion-Ausstatter zu verfügen. Die Nationalmannschaft aber ist inzwischen nicht nur für sportliche Anlässe bestens ausgerüstet. Für Reisen und förmlichere Anlässe greift das Team auf Outfits von Walbusch zurück. Die Firma ist seit Januar sogar offizieller Fashion-Partner des DHB und hat nun im Rahmen der Einkleidung von Bundestrainer Alfred Gislason zur Pressekonferenz in seinen Räumlichkeiten eingeladen. Es ist die erste mit DHB-Beteiligung seit Beginn der Corona-Krise.

„Der Bergische HC ist kein kleiner Verein in der Bundesliga.“

Alfred Gislason, Bundestrainer

Bevor Gislason sich ausgiebig den Fragen zur Nationalmannschaft stellt, erörtert Walbusch-Geschäftsführer Marcus Leber, wie die Partnerschaft entstanden sei. „Die Anfrage kam, als 2019 eine Einladung bei Bundeskanzlerin Angela Merkel anstand. Da wollte das Nationalteam sich passend anziehen“, sagt Leber. „Die Handballer passen eben nicht unbedingt in Outfits von der Stange. So haben wir ein komplett neues Anzugskonzept entwickelt.“ Die Idee: Die Monturen sollen sich so bequem tragen wie Jogginganzüge, aber auch für förmlichere Anlässe geeignet sein.

Gislason, der im Februar als Trainer der Nationalmannschaft installiert wurde, überzeugte sich im Maß-Atelier des Solinger Unternehmens persönlich von der hohen Qualität. „Das letzte Mal, dass ich eine Pressekonferenz im Anzug gegeben habe, war wohl 2010 nach dem Champions-League-Sieg mit dem THW Kiel“, erinnert sich der Isländer. „Es war auch für mich etwas Besonderes, eingekleidet zu werden.“ Der neue Anzug jedenfalls steht dem Coach gut.

Dass dessen Expertise zum Sportlichen gefragter ist als zur Mode, ist keine Überraschung. Gislason freut sich, dass der Handball langsam aber sicher wieder Fahrt aufnimmt. „Als ich im Juni mit Spielern gesprochen habe, war zu spüren, dass viele aufgrund der Krise eine Distanz zum Handball hatten. Jetzt geht es endlich weiter.“ Obwohl der 61-Jährige, der mit dem THW Kiel alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, seit Februar Bundestrainer ist, wartet er immer noch auf sein erstes Spiel. Das findet am 5. November in Düsseldorf gegen Bosnien-Herzegowina statt – es geht um die Qualifikation zur Europameisterschaft.

Nationaltrainer Gislason zu Gast bei Fashionpartner Walbusch

 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier

Ob auch ein Handballer des Bergischen HC dabei ist? „Ich beobachte beim BHC einige Spieler“, sagt Gislason mit Blick auf Christopher Rudeck, David Schmidt, Lukas Stutzke und Alexander Weck. „Dabei geht es nicht nur um die Genannten, sondern auch ein paar weitere, die das Zeug haben, es irgendwann in die Nationalmannschaft zu schaffen.“ Wen er genau meint, lässt der Trainer offen. Doch er betont die außerordentlich gute Arbeit, die bei den Löwen geleistet wird.

„Der Bergische HC ist kein kleiner Verein in der Bundesliga“, stellt der Isländer klar. Kiel, Flensburg, die Rhein-Neckar Löwen, Berlin, Melsungen und Magdeburg bezeichnet er als die breite Spitze des Oberhauses. „Direkt dahinter sehe ich den BHC. Er verfügt über ein Team, das vor allem zu Hause jeden schlagen kann.“

Dass die Zuschauer in dieser Saison aufgrund der coronabedingten Limitierung vielleicht nicht so stark wie üblich helfen können, sieht der Coach allerdings ebenfalls. Am Donnerstagabend hat Kiel in der Champions League zu Hause gegen Nantes mit 27:35 verloren. Nur 1523 Zuschauer durften in die sonst 10 285 Menschen fassende Arena kommen. „Da habe ich auch zwischendurch gedacht, dass es mit der sonst üblichen Stimmung anders gelaufen wäre. Daran müssen sich die Spieler jetzt erst einmal gewöhnen.“

Hintergrund

Alfred Gislason: Der Isländer ist einer der erfolgreichsten Handball-Trainer aller Zeiten. Sieben Mal gewann er die Deutsche Meisterschaft, sechs Mal den nationalen Pokal. 2002 holte er mit dem SC Magdeburg die Champions League, 2010 und 2012 mit dem THW Kiel. Zudem war er fünf Mal Trainer des Jahres.

Walbusch: Das Solinger Familienunternehmen betreibt deutschlandweit 40 Fachgeschäfte sowie einen Online-Shop. Dort ist auch die Handball-Kollektion erhältlich.

walbusch.de/handball

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Corona: Inzidenz sinkt in Solingen weiter - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Inzidenz sinkt in Solingen weiter - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Inzidenz sinkt in Solingen weiter - Impfungen in Burg und Südpark
Nach 27 Minuten ausverkauft: Weinverkauf für Opfer der Flutkatastrophe übertrifft alle Erwartungen
Nach 27 Minuten ausverkauft: Weinverkauf für Opfer der Flutkatastrophe übertrifft alle Erwartungen
Nach 27 Minuten ausverkauft: Weinverkauf für Opfer der Flutkatastrophe übertrifft alle Erwartungen
Wo schwimmt diese lustige Ente?
Wo schwimmt diese lustige Ente?
Wo schwimmt diese lustige Ente?

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare