Bundestagswahl 2021

111.703 Solinger dürfen ihre Stimme abgeben

Bei der Kommunalwahl 2020 waren viele Helfer mit dem Auszählen der Briefwahlstimmen beschäftigt. Archivfoto: Christian Beier
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Bei der Kommunalwahl 2020 waren viele Helfer mit dem Auszählen der Briefwahlstimmen beschäftigt. Archivfoto: Christian Beier

82 Wahllokale sind am Sonntag stadtweit geöffnet – 33 260 Bürger haben per Briefwahl bereits abgestimmt.

Von Andreas Tews

Solingen. 111 703 Solinger sind bei der Bundestagswahl am Sonntag wahlberechtigt. Sie können nicht nur mitentscheiden, wie sich das Parlament in Berlin in den kommenden vier Jahren zusammensetzt. Auch haben sie die Wahl zwischen elf Kandidaten, die den Wahlkreis 103 (Solingen, Remscheid sowie Wuppertal-Cronenberg und -Ronsdorf) als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag vertreten wollen.

Stimmen: Jeder Wähler hat bei der Bundestagswahl zwei Stimmen. Mit der ersten Stimme wird der Wahlkreisabgeordnete gewählt. Wichtiger ist die Zweitstimme. Sie ist entscheidend für die Kräfteverhältnisse im Bundestag.

Wahllokale: Die 82 Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Welches Wahllokal jeweils das richtige ist, steht auf den Wahlbenachrichtigungen, die die Stadt vor einigen Wochen verschickt hat. Zur Stimmabgabe ist auf jeden Fall der Personalausweis mitzubringen. Die Wahlbenachrichtigungen müssen die Wähler nicht dabeihaben.

So hat Solingen 2017 gewählt.

Briefwahl: Der Anteil der Briefwähler wird einen neuen Rekord erreichen. 38 720 Solinger haben nach Rathaus-Angaben einen Wahlschein beantragt, 33 260 haben bis Freitag stadtweit bereits per Post oder im Direktwahlbüro abgestimmt. Der bisherige Rekord für eine Bundestagswahl lag vor vier Jahren bei 22 063 Briefwählern. Bei der Kommunalwahl 2020 stimmten 25 498 Solinger per Post ab. Wegen des hohen Briefwahlaufkommens hatte die Stadt bereits zur Kommunalwahl die Zahl der Briefwahlvorstände von 13 auf 20 erhöht. So viele sind es auch bei der Bundestagswahl.

Wahlhelfer: Damit bei der Stimmenauszählung am Wahlabend alles möglichst reibungslos läuft, sind in den Wahllokalen in den Stadtteilen sowie bei der Briefwahlauszählung im Theater und Konzerthaus nach Rathaus-Angaben 800 Wahlhelfer im Einsatz. Sie werden zuerst die Zweit- und dann die Erststimmen auszählen. Über den aktuellen Stand informiert das Tageblatt am Wahlabend laufend online auf solinger-tageblatt.de.

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Kandidaten: Das Rennen um das Direktmandat im Wahlkreis 103 verspricht eng zu werden. Aussichtsreichste Kandidaten sind der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) und der SPD-Kandidat Ingo Schäfer. Um sicher im Bundestag zu sein, muss ein Sieg im Wahlkreis her: Mit Platz 22 auf der NRW-Landesliste seiner Partei ist Hardt nicht gut abgesichert. Derzeit zählt die CDU-Landesgruppe im Bundestag zwar 42 Abgeordnete, die Christdemokraten erringen traditionell aber viele Direktmandate. Darum „zog“ die Landesliste 2017 nur bis Platz 10. Auch Schäfer ist mit Platz 43 auf der SPD-Landesliste (sie „zog“ vor vier Jahren bis Platz 17) nicht abgesichert.

Silvia Vaeckenstedt (Grüne), Robert Weindl (FDP), Shoan Vaisi (Linkspartei) und Frederick Kühne (AfD) dürften sich mit dem Rennen um Platz drei im Wahlkreis begnügen müssen. Chancen, über die Landesliste seiner Partei in den Bundestag zu kommen, hat Vaisi. Er steht auf Platz zwölf der Linken-Landesliste. Aktuell kommen zwölf Abgeordnete seiner Partei aus NRW (alle über die Liste). Außenseiterchancen auf einen Platz über die Liste hat auch Weindl (Platz 33). Außerdem stehen als Direktkandidaten im Wahlkreis 103 Volker Dörner (Die Basis), Christoph Gärtner (MLPD), Jan Klein (Freie Wähler), Peter Heinrich Kramer (Einzelbewerber) und Judith Röder (Die Partei) zur Wahl.

Ergebnisse und Berichte: Wir berichten am Wahlsonntag hier auf unserer Homepage im Live-Ticker.

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Standpunkt: Wir haben es in der Hand

andreas.tews@solinger-tageblatt.de

Kommentar von Andreas Tews

Selten war der Ausgang einer Bundestagswahl so ungewiss. Nicht nur auf Bundesebene scheint es knapp zu werden. Auch in „unserem Wahlkreis“ ist es alles andere als sicher, wer Solingen, Remscheid und Wuppertal-Süd in den nächsten vier Jahren in Berlin vertritt. Obwohl mehr als 30 000 Solinger bereits per Briefwahl abgestimmt haben, ist die Wahl alles andere als gelaufen. Wir haben es in der Hand, denjenigen unsere Stimme zu geben, die wir für die Richtigen halten – und somit dazu beizutragen, die Falschen zu verhindern. Gehen Sie also am Sonntag wählen!

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