Bundessieger von „Jugend musiziert“ brillieren mit dem Orchester

Es hieß „Jugend brilliert“ im Großen Konzertsaal. Klassik-Talente spielten mit den Bergischen Symphonikern. Foto: Michael Schütz
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Es hieß „Jugend brilliert“ im Großen Konzertsaal. Klassik-Talente spielten mit den Bergischen Symphonikern.

Mit den Bergischen Symphonikern zeigten Talente ihr großes Können

Von Daniel Diekhans

Klassik-Stars von morgen treffen auf die Bergischen Symphoniker – dafür steht „Jugend brilliert“. Am vergangenen Wochenende kehrte die Reihe auf die Bühnen von Remscheid und Solingen zurück. In den Jubel für vier erstklassige Solisten – alles Bundespreissieger von „Jugend musiziert“ – mischte sich wohl auch die Freude über das Comeback nach langer Corona-Pause.

Am Dirigentenpult stand Christian Blex, der ab September von der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker gefördert wird. Außerdem konnte das Publikum mit Johannes Zink einen neuen Moderator kennenlernen, der die jungen Talente gern nach ihrem Weg zur Musik befragte.

Von „Zufall“ und Eigensinn sprach Solistin Alma Cermak. Als Kindergartenkind habe sie bei einer Blockflötengruppe mitgemacht und ihre Eltern „so lange genervt“, bis sie den ersten Unterricht auf der Querflöte bekam. Der Erfolg gibt ihr Recht. Mittlerweile spielt die Oberstufenschülerin im Bundesjugendorchester und hat schon bei internationalen Konzertreisen gastiert. Bei „Jugend brilliert“ stellte sich Alma mit Mozarts Flötenkonzert vor – und überzeugte ebenso in den Solokadenzen wie in den Dialogen mit dem Orchester.

Große Sensibilität bewies auch Noah Plota, der mit fünf Jahren seinen ersten Gitarrenunterricht erhielt. Wie intensiv sich der 19-Jährige mit Joaquín Rodrigos „Concierto de Aranjuez“ beschäftigt hat, war nach wenigen Takten klar. Die Gefühle, die der Gitarrist artikulierte, reichten von tänzerischem Überschwang bis hin zu tiefer Melancholie. Besonders im Klagegesang des 2. Satzes beeindruckte er mit virtuos-flüssigen Läufen. Kein Wunder, dass diesem Solisten sowohl die Gäste als auch die Orchestermusiker applaudierten. Jonathan Wilken spielte das Hornkonzert, das der 18-jährige Richard Strauss für den eigenen Vater komponierte. Gegen das kompakte Ensemble, das Dirigent Blex formte, konnte sich Wilken jederzeit durchsetzen – so voluminös und warm war das Timbre seines Instruments.

Hörbar wohl fühlte sich Bent Lux mit dem Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel. Im harmonisch reichen Finale setzte er wahre Glanzlichter. Als die Solisten am Ende gemeinsam auf der Bühne standen, ernteten sie Bravo-Rufe.

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