Verkaufsoffener Sonntag

Bummeln geht in Ohligs und Wald auch mit Regenschirm

In der Ohligser Fußgängerzone herrschte am Sonntag trotz des schlechten Wetters reges Treiben.
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In der Ohligser Fußgängerzone herrschte am Sonntag trotz des schlechten Wetters reges Treiben.

Das wenig freundliche Wetter hielt die Solinger nicht von den verkaufsoffenen Sonntagen in Wald und Ohligs ab.

Von Michael Kremer, Max Püttbach und Simone Theyßen-Speich

Wohin zum Sonntagseinkauf? Nach Ohligs? Oder vielleicht doch nach Wald? Bevor sich die Solinger am Sonntag mit dieser Frage beschäftigt haben, mussten sie für sich erst einmal eine andere Entscheidung treffen: Bleibe ich bei diesem Wetter lieber im trockenen und warmen Wohnzimmer? „Für das nicht gerade optimale Wetter haben sich erstaunlich viele für den Weihnachtsmarkt entschieden“, sagt Brigitte Kiekenap, Vorsitzende der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG).

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„Gute Stimmung, gute Musik“, beschreibt ein Passant das Geschehen vor und an den festlich geschmückten Ständen, an denen Deko-Material für das anstehende Fest angeboten werden. Dort, wo Glühwein angeboten wird, ist der Andrang noch etwas größer. Mancher Standbetreiber ist erstaunt über die große Besucherzahl, hatte der verregnete und stürmische Start ins Wochenende doch nichts Gutes erahnen lassen.

Rainer Francke, Vorsitzender des Walder Werberings, spricht denn auch von einem eher mittelmäßigen Betrieb beim dortigen Weihnachtsmarkt. Doch auch in Wald zeigen sich die Standbetreiber und Passanten hartgesotten. Ein Solinger ist halt schlechtes Wetter gewohnt. So ist Francke in einer ersten Zwischenbilanz „eigentlich recht zufrieden“ mit der Besucherresonanz. Verglichen mit dem vergangenen Jahr könne er sogar ein Umsatzplus verzeichnen – wobei im Vorjahr ein plötzlicher Schneefall viele vom Besuch des Walder Weihnachtsmarktes abgehalten hätte.

Mindestens ein Walder ist aber rundum zufrieden: Guido Rohn. So schnell ausverkauft wie in diesem Jahr waren die Schneekugeln, die die Denkmalstiftung Walder Kirche bereits zum 15. Mal beim Walder Weihnachtsmarkt verkauft hat, noch nie. 600 Stück mit einem Walder Motiv hatten Rohn und seine Mitstreiter produzieren lassen. „Aber am Freitag waren nach nur drei Stunden alle vergriffen“, entschuldigt sich Rohn später bei all denjenigen, die leer ausgegangen sind.

200 Exemplare der kleinen Schneekugeln hat er sofort nachbestellt. Interessierte können sie am vierten Adventssonntag, 23. Dezember, von 16 bis 18 Uhr in der Walder Kirche kaufen. „Und für das nächste Jahr werden wir 1000 Schneekugeln produzieren lassen, passend zu 1000 Jahren Walder Kirche“, verspricht Rohn. Dann sollen zudem alle 14 Motive der vergangenen Jahre noch einmal in einer kleinen Auflage angeboten werden – damit alle Schneekugel-Fans ihre Sammlungen komplettieren können.

In der „Rasenden Berta“ war nachmittags kein Platz mehr frei

Auch in Ohligs gibt es zwischenzeitlich einen Engpass – bei den Plätzen in der „Rasenden Berta“. Waren die Mitfahrgelegenheiten in der kleinen Bimmelbahn durch die Fußgängerzone am Vormittag noch problemlos zu ergattern, wurde es zum Nachmittag hin deutlich voller. „Bei durchweg trockenem Wetter wäre sicherlich noch mehr los gewesen“, sagt Kiekenap. Dafür, dass mancher Besucher „zwischendurch mal nass geworden“ sei, könnten die Veranstalter, Standbetreiber und Geschäftsinhaber eigentlich nicht über ein mangelndes Interesse klagen.

EINKAUFSSONNTAG

MITTE Den letzten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres wird es am kommenden Wochenende, 16. Dezember, in Mitte geben. Zum Weihnachtsmarkt dürfen die Läden in der Innenstadt innerhalb eines festgelegten Geltungsbereichs von 13 bis 18 Uhr ihre Türen für die Kunden öffnen.

Einen Teil mag auch eine Neuerung beim verkaufsoffenen Sonntag in Wald beigetragen haben: Die Einzelhändler im Stadtteil haben Preise gestiftet, die an die Besucher des Weihnachtsmarktes verlost werden. Um zu gewinnen, mussten sie nur einen der vom Himmel über dem Walder Schlauch schwebenden Ballons fangen, um die daran hängenden Geschenkgutscheine in einem der teilnehmenden Geschäfte einlösen zu können.

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