Stadtteilentwicklungskonzept

70 Bürger arbeiten an der Zukunft Walds mit

Walder Bürger wollen mitreden: Sehr gut besucht war im Walder Stadtsaal das Auftakt-Forum zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept. Foto: Christian Beier
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Walder Bürger wollen mitreden: Sehr gut besucht war im Walder Stadtsaal das Auftakt-Forum zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept.

Unter dem Motto „Wald 2030“ startete das Stadtteilkonzept mit einem öffentlichem Forum.

Von Hans-Peter Meurer

Wald. Mehr als 70 Walder Bürger, darunter Gewerbetreibende, Gastronome und Einzelhändler, erwarteten am Mittwochabend im Walder Stadtsaal gespannt die Auftaktveranstaltung der Stadtverwaltung zum Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK). Und die interessierten Bürger harrten nahezu ausnahmslos mehr als drei Stunden aus – und waren mit der Präsentation und den Beteiligungsleitlinien „sehr zufrieden“, wie Roland Knecht feststellte: „Endlich tut sich was in diesem Stadtteil.“

Welche Stärken und Schwächen hat der Stadtteil? Wie kann man das Walder Stadtzentrum rund um die Stresemann- und Friedrich-Ebert-Straße aufwerten, wie voranbringen? Und wo kann man Firmenbrachen und Baulücken sinnvoll nutzen? Antworten auf diese und ähnliche Fragen soll das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept für Wald liefern. Dieses soll zur wichtigen Grundlage für die zukünftige Stadtteilarbeit werden. Eben unter intensiver Einbindung der Walder Bürger. Mit der Erarbeitung hat die Stadt Solingen zwei anerkannte Planungsbüros beauftragt: die CIMA Beratung + Management GmbH aus Köln und das Büro Faltin + Sattler FSW GmbH aus Düsseldorf.

Unter dem Motto „Zukunft Wald 2030“ startete der ISEK-Prozess mit dem öffentlichen Forum im Walder Stadtsaal. Und es gelang auf Anhieb, Akteure aus unterschiedlichen Bereichen – Handel, Wohnen, Immobilien, Kultur, Sport, Tourismus und Städtebau – einzubeziehen. Sie werden die zukünftige Entwicklung des Stadtteils im Austausch mitplanen: Viele interessierte Bürger nutzten diese Chance.

Zuvor hatten Dr. Wolfgang Haensch und Luise Küpper (CIMA) sowie Städteplaner Jörg Faltin (FSW) die Aufgabenstellung eines ISEK für Wald präsentiert.

VORSCHLÄGE ONLINE

HOMEPAGE Nach der Auftaktveranstaltung sind im Frühjahr 2019 weitere Beteiligungsveranstaltungen geplant. Darüber hinaus können sich interessierte Bürger über die Projekthomepage www.solingen-wald-2030.de informieren und online über eine interaktive Karte ihre Ideen und Hinweise für die Zukunftsentwicklung Walds abgeben.

Die Planungsexperten stellten eine kurze Ist-Analyse Walds vor. Fazit: Es gibt negative wie positive Seiten des Stadtteils. Zu den negativen zählten die Ladenleerstände, viele dunkle Ecken im Zentrum und eine Ungeordnetheit der Angebote.

Wald berge aber auch Potenziale, die noch schlummerten und zum Leben erweckt werden wollten, sagte Dr. Haensch. Vor allem lobten die Experten das Engagement auf sportlichem und kulturellem Gebiet: „Was hier durch ehrenamtliches Engagement angeboten wird, ist bemerkenswert, sprach Dr. Haensch die Theatertage und „Wald leuchtet“ an. Die Korkerziehertrasse, der einmalige Grüngürtel mit dem Ittertal und dem Lochbachtal, dem Märchenpark, dem Freibad und der Eisbahn sowie bald dem neuen Hallenbad seien ein Pfund, mit dem man wuchern könne, führte Jörg Faltin an. Und: 300 Meter – und man sei vom Zentrum aus im Grünen.

Drei weitere Bürger-Foren gibt es bis zum Sommer 2019

Es folgte eine fast einstündige Diskussion mit den Bürgern an sechs im Stadtsaal ausgelegten Schwerpunktplänen. Und die Experten der Planungsbüros und der Stadtverwaltung schrieben fleißig mit. Denn es hagelte viele Anregungen und oft konkrete Vorschläge, was man besser und wo man den Stadtteil mit schon nur wenig Aufwand attraktiver und lebenswerter machen könne. Alle Vorschläge werden gesammelt, weiter besprochen und als Ziele konkret formuliert. Denn das ISEK sieht weiterhin eine intensive Bürgerbeteiligung vor. Allein bis zum Sommer nächsten Jahres sollen noch drei weitere Foren mit interessierten Bürgern stattfinden.

Stadtdirektor und Planungsdezernent Hartmut Hoferichter (parteilos) war mit dem Auftakt sehr zufrieden: „Je mehr Menschen sich in das Projekt einbringen, umso spezieller können wir auf die Belange von Wald eingehen.“

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