EU-Projekt

Bündnis soll Jugendlichen wieder auf den richtigen Weg helfen

Arbeiten gemeinsam am Projekt: (v.l.) Carsten Wagner, Sarah Markewitz, Tanja Martin, Christiane Prosch und Nadine Lieser.
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Arbeiten gemeinsam am Projekt: (v.l.) Carsten Wagner, Sarah Markewitz, Tanja Martin, Christiane Prosch und Nadine Lieser.

Projekt wird von der Stadt koordiniert und erhält Geld von der EU.

Von Simone Theyßen-Speich

Jugendliche, die die Schule schwänzen, Heranwachsende, die Probleme haben, eine Ausbildungsstelle zu finden, oder junge Menschen, die irgendwo zwischen Job- und Wohnungssuche den Anschluss verloren haben – ihnen allen möchte das EU-Projekt „Jugend stärken im Quartier“ helfen.

Schon in den vergangenen drei Jahren war das Projekt, das mit EU-Mitteln finanziert und bundesweit vom Familien- und Innenministerium unterstützt wird, in Solingen erfolgreich. „300 Jugendlichen konnten wir konkret helfen“, betont Tanja Martin, die das Angebot gemeinsam mit Patricia Stute für die Stadt koordiniert.

Jetzt geht „Jugend stärken im Quartier“ in die zweite Runde. „Wir freuen uns, jetzt in eine zweite Förderphase bis 2022 gehen zu können“, betont Christiane Prosch von der Clearingstelle der katholischen Jugendagentur Wuppertal. Die ist neben der Notschlafstelle „Die 10“ und der Arbeiterwohlfahrt ein weiterer Partner bei dem Angebot.

EU stellt 991 000 Euro für das Projekt zur Verfügung

Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren, die irgendwo durchs Raster gefallen sind, sollen angesprochen werden. 991 000 Euro stehen dafür für die nächsten drei Jahre zur Verfügung. „Die Hälfte des Geldes muss aber in Form von Personal von der Stadt zur Verfügung gestellt werden“, erklärt die Koordinatorin.

Der wichtigste Schritt sei, die Betroffenen aufzusuchen. „Sozialarbeit, Streetworking, Unterrichtsbesuche in Schulen aber auch die Arbeit in Quartieren wie der Zietenstraße, der Hasseldelle oder der Fuhr sind da ganz wichtig“, betont Nadine Lieser von der Clearingstelle. „Schließlich ist es ein freiwilliges Angebot. Wir können und möchten niemanden zwingen“, ergänzt Kollege Carsten Wagner.

Das Spektrum der Hilfe, die benötigt wird, sei groß. „Manchmal reicht es, den Weg zurück in die Schule zu begleiten, manchmal muss das ganze Leben neu sortiert werden“, so Wagner. Das Wichtigste sei, auf die Betroffenen zuzugehen. Das habe sich in der ersten Projektphase als sehr erfolgreich erwiesen.

Notschlafstelle ist als neuer Partner mit dabei

Der Zugang zu Jugendlichen wird unter anderem über die Notschlafstelle „Die 10“ erreicht. „Bei uns können 14- bis 26-jährige bis zu sechs Monate wohnen, da baut sich auch eine Beziehung auf, eine wichtige Voraussetzung, damit die jungen Menschen Vertrauen fassen“, erklärt Sarah Markewitz von der Notschlafstelle.

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