Quartier

Bücherschrank bringt Menschen in der Hasseldelle zusammen

Freuen sich, dass der Bücherschrank gut angenommen wird (v. l.): Quartiersmanager Réne Schmidt, Hausverwalter Benjamin Kurz und Stiftungsvorstand Anja Klöfkorn.
+
Freuen sich, dass der Bücherschrank gut angenommen wird (v. l.): Quartiersmanager Réne Schmidt, Hausverwalter Benjamin Kurz und Stiftungsvorstand Anja Klöfkorn.

10 000-Euro-Spende der Elisabeth-Birkhofen-Stiftung.

Von Holger Hoeck

Solingen. Ein Buch über Kräuter- und Heilpflanzen hat seinen Platz ebenso gefunden wie das Werk „Freizeit-Erlebnis Wandern“ und der Roman „Der Mitternachtsclub“. Natürlich darf aber auch die Kinder- und Jugendliteratur nicht fehlen im neuen Bücherschrank, der mitten im Quartier Hasseldelle seit April junge wie ältere Bewohner erfreut.

Etwa 200 Bücher hat René Schmidt, Quartiersmanager des ansässigen Bürgervereins „Wir in der Hasseldelle“, zusammengetragen, um lesebegeisterte Anwohner zum Stöbern und Verweilen zu motivieren. „Ich war auf der Suche nach einem neuen Projekt, das unser Quartier, in dem überwiegend sozial Benachteiligte wohnen, weiter aufwertet. Durch eine Internetrecherche bin ich dann auf den Bücherschrank gestoßen“, erklärt er den Hintergrund zum Aufbau des rund 850 Kilogramm schweren Mobiliars, das neben gläsernen Türen auch über einen Schaukasten verfügt.

Da die Realisierung indes Kosten von 10 000 Euro vorsah, machte sich René Schmidt auf die Suche nach Unterstützern. Fündig wurde er bei der 1999 gegründeten Elisabeth-Birkhofen-Stiftung, die sich bereiterklärte, die vollständige Summe zu übernehmen.

„Wir fanden das Projekt sehr interessant, weil Frau Birkhofen, die vor fünf Jahren gestorben ist und der Stiftung ihr gesamtes Vermögen vermachte, Solingen sehr verbunden war. Zudem waren meine Schwester und ich bei einer Quartiersbegehung sehr beeindruckt von dem, was hier geleistet wird. Daher haben wir das Projekt sehr gerne unterstützt“, sagt Stiftungsvorstand Anja Klöfkorn.

Wer ein Buch herausnimmt, soll auch eins hineinstellen

Quartiersmanager Schmidt, der den ersten Grundbestand von 150 Büchern durch frei mitnehmbare Werke in der Stadtbücherei fand, kontrolliert einmal wöchentlich den Inhalt und die Qualität der Bücher und nimmt auch eine thematische Kategorisierung vor. „Schön wäre es, wenn jeder, der ein Buch entnimmt, auch eines hineinstellt, damit eine erwünschte Literatur-Fluktuation erfolgen kann. Und natürlich achte ich darauf, dass keine verletzende Literatur, etwa durch rassistische Bücher, im Schrank landet.“

René Schmidt und Hausverwalter Benjamin Kurz, dessen Unternehmen GCP die Fläche zur Verfügung stellte, sind glücklich, dass der Bücherschrank bisher hervorragend angenommen wird. „Es ist ein gutes integratives Projekt, das Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Gesellschaftsschichten zusammenbringt“, merkt Schmidt an.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Strom und Gas: Stadtwerke werden Preise erhöhen
Strom und Gas: Stadtwerke werden Preise erhöhen
Strom und Gas: Stadtwerke werden Preise erhöhen
Solinger bei Unfall in Haan schwer verletzt
Solinger bei Unfall in Haan schwer verletzt
Solinger bei Unfall in Haan schwer verletzt
Ordnungsdienst in Solingen wird neu organisiert
Ordnungsdienst in Solingen wird neu organisiert
Ordnungsdienst in Solingen wird neu organisiert
Gemischte Bilanz zur Corona-Impfpflicht in Solingen
Gemischte Bilanz zur Corona-Impfpflicht in Solingen
Gemischte Bilanz zur Corona-Impfpflicht in Solingen

Kommentare