Stadtbibliothek

Bücherei-Mitarbeiter öffnen ihre persönlichen Fotoalben

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Bücherei-Mitarbeiterinnen Andrea Steinmüller und Vanessa Rohrbeck haben die Ausstellung organisiert.

„Lieblingsbilder“ heißt die Ausstellung, die bis Ende Januar im ersten Stock der Stadtbibliothek zu sehen ist.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Vielfältiger geht es kaum: Eine stille Boots-Idylle an einem dänischen See hängt neben schrillen Transvestiten bei einem Bar-Auftritt. Schwarz-weiße Miezekatzen scheinen sich dem Betrachter entgegen zu kuscheln, und eine Momentaufnahme fängt die Seifenblasen eines Straßenkünstlers ein, der vor der Londoner St. Paul’s Cathedral seine Tricks zeigt. 25 Fotografien sind es, die seit Samstag in der ersten Etage der Stadtbücherei die Wände zieren – alle stammen aus den Kameras von Mitarbeitern, die dort wirken.

„Wir erleben oft, dass man uns offenbar gar kein Privatleben zutraut“, sagt Silke Koppetsch, die die Ausstellung „Lieblingsbilder“ als Projekt initiiert hat. „Wenn wir Kunden ,draußen‘ irgendwo begegnen, schienen die immer überrascht über unsere vielfältigen Interessen auch über Bücher hinaus. Klar – sie erleben uns ja ausschließlich hier.“

Eine interne Brainstorming-Runde brachte dann die Idee zur Ausstellung, die mit der Vernissage bei selbst gebackenen Weihnachtsplätzchen und Kinderpunsch zum ausführlichen Betrachten und zu Gesprächen einlud. Insgesamt hätten 16 Mitarbeiter ihre Teilnahme angekündigt und seien mit mindestens einer gerahmten Aufnahme dabei.

Leider seien aber drei davon erkrankt, bedauerte Silke Koppetsch. Die „Lücken“ an den Wänden füllten Kollegen und Kolleginnen: „Ich konnte mich sowieso schlecht entscheiden, was ich zeige“, sagte Vanessa Rohrbeck, die mit ihrem Mann gerne reist und einen wahren Fundus unterschiedlicher Motive bieten kann. So sind von ihr nun fünf Bilder zu sehen: Seelöwen, die sich an Kaliforniens Küste lümmeln, eine historische Eisenbahn, die durch Colorado dampft, oder der Golden Retriever ihrer Schwiegereltern, der im Sprung hinter einem Spielbällchen her hechtet.

Fotos wirken im großen Format besonders gut

Andrea Steinküller zeigt außer dem Seifenblasenkünstler auch einen knallbunten Tropenvogel. „Den habe ich ebenfalls in London entdeckt – im Zoo“, sagt sie. Begeistert ist sie, „wie gut die Fotos in dem großen Format wirken“. 35 mal 40 Zentimeter war die vorgegebene Größe. „Im Rahmen macht das schon deutlich mehr her als nur digital.“ Auch so etwas professionell zu hängen, war spannend, sind sich die Ausstellungsteilnehmer einig. Außer den genannten zeigen ihre Bilder: Yvonne Picard, Charlotte Struckmeier, Carsten Ophoff, Daniel Hahn, Bastian Schulz, Simon Möller, Jessica Mach, Jutta Stemm, Melanie Pieper und Fiona Roehlen.

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