5. Philharmonisches Konzert der Bergischen Symphoniker

Bravo-Rufe für Solistin Dorothee Oberlinger

Dorothee Oberlinger, Solistin an der Blockflöte und zugleich Dirigentin des Abends, eroberte schnell ihr Publikum. Foto: Hennig Ross Fotografie
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Dorothee Oberlinger, Solistin an der Blockflöte und zugleich Dirigentin des Abends, eroberte schnell ihr Publikum.

Musikalische Barock-Pracht bekamen die Zuhörer beim Konzert geboten.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Erst nach zwei Zugaben ließ das Publikum Orchester und Solistin abtreten: Am Dienstagabend feierten die Solinger Musikfreunde die Bergischen Symphoniker sowie Dorothee Oberlinger stehend und mit prasselndem Schlussapplaus beim 5. Philharmonischen Konzert. Die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Expertin für Alte Musik, Hochschul-Professorin, Solistin und Festival-Intendantin hatte bereits kurz zuvor für ihre Interpretation von Vivaldis „Concerto per flautino C-Dur“ spontane stehende Ovationen entgegennehmen können. Nach dem ersten, virtuos und mit Hingabe gespielten Satz, hielt es das Auditorium nicht auf den Stühlen. Begeistert quittierten sie das bemerkenswerte Spiel mit Bravo-Rufen.

In Doppelfunktion als Dirigentin der auf Kammerensemble verkleinerten Bergischen Symphoniker und zugleich als Solistin des Abends, nahm sie zusammen mit dem Orchester mit in die Welt der Barockmusik. Festlich, pathetisch und dennoch leicht und mit anmutigen Schnörkeln verziert, präsentierten sie acht Werke von sieben Komponisten dieser Epoche des „Basso continuo“ : Tiefe Instrumente wie Viola, Violoncello, Fagott und das Cembalo bildeten das Fundament für die sich darüber erhebenden Melodien.

Für das Programm des fünften Symphoniekonzerts der Saison hatte Dorothee Oberlinger eine Fülle an musikalischer Barock-Pracht zusammengestellt. Neben der Ouvertüre von Händels „Messiah“ gab es sein Orgelkonzert F-Dur op. 4 Nr. 4 in der Bearbeitung für Blockflöte, Streicher und Generalbass, Jean-Baptiste Lullys „Passacaille“ aus „Armide“, Corellis Concerto grosso op. 6 Nr. 8 g-Moll und am Schluss Bachs zartes und anrührendes Kleinod, den Choral „Jesu bleibet meine Freude“ aus der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“.

Wie zuvor im zum Interview mit Dorothee Oberlinger gestalteten Einführungsvortrag von Katharina Knees erläutert, hatte die diesmalige Konzert-Leiterin die Bergischen Symphoniker während der Arbeit an der Alten Musik tief in deren Seele mitgenommen. „Die Musik damals war monarchisch. Es muss ein deutliches Auf und Ab zu hören sein“, hatte Oberlinger erklärt, „nämlich das, was bei klassischer Musik nicht gewünscht ist, die Betonung auf der ersten Note im Takt.“

Mit diesem Wissen zum „Alten Ensemble“ geworden, wenn auch mit neuen Instrumenten, bereiteten die Bergischen ihren Fans einen faszinierenden und genussvollen Abend.

Cellist Maximilian Hornung spielte beim vierten Philharmonischen Konzert.

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