Baverter Straße

Brandschutz: Feuerwehr begutachtet die großen Häuser

350 000 Euro kostete der neue Rettungsweg an der Baverter Straße. Foto: Beier
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350 000 Euro kostete der neue Rettungsweg an der Baverter Straße.

Problem: Findet die Feuerwehr genug Platz für die Drehleiter?

Von Philipp Müller

Wenn es brennt, muss alles ganz schnell gehen. Die Bewohner sollen unversehrt aus dem Haus können. Doch ist das bei allen Häusern in Solingen möglich, vor allem bei großen und hohen? Das untersuchen Stadt und Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet.

Auslöser für die Aktion zum Brandschutz ist vor allem ein Zufallsfund. An der Baverter Straße wären in einem Hochhaus 16 Wohnungen im Ernstfall nicht mit der Drehleiter der Feuerwehr erreichbar. Lösung: Eine neue Stellfläche musste her. Gesamtkosten von 350 000 Euro fielen an. Doch das ist aktuell nicht der einzige Fall, bei dem die Feuerwehr Nachbesserungen verlangt.

Weitere Häuser sind für die Feuerwehr ein Problemfall

An den Häusern Schumannstraße 2, 4, 6 und 8 stehen Gerüste. Sie dienen als eine provisorische Feuertreppe. Hausverwalter Hans-Peter Boden berichtet: „Die Gerüste mussten wir innerhalb von zehn Tagen aufstellen.“ Das koste momentan rund 1000 Euro monatlich. Mehrheitsmeinung der Eigentümer in den Häusern sei, dass man keine zusätzliche Feuertreppe an der Hausfassade wolle. Die Lösung dort soll ein Treppenhaus mit Überdruck bringen.

Das sei durchaus möglich, erklärt Stadtsprecherin Sabine Rische. Alternativ zu einem Platz für die Drehleitern der Feuerwehr könnten Vorkehrungen getroffen werden, damit ein Treppenhaus im Brandfall rauchfrei bleibe, etwa per Überdruck-Anlage. Für die Umsetzung habe der Eigentümer in Absprache mit der Bauaufsicht einen „angemessenen Zeitraum“.

Wie viele Häuser in Solingen noch betroffen sind, kann die Stadt nicht sagen, weil das Kontrollverfahren noch läuft. Dabei werde in der Regel die Feuerwehrzufahrt untersucht. Das heißt: Entweder gibt es einen baulichen Rettungsweg über eine zweite Treppe oder es muss eine Zufahrt mit Aufstellfläche für die Feuerwehr vorhanden sein, von der aus die Rettung, beispielsweise über die Drehleiter, erfolgen kann.

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