Veranstaltung

Bluttaten zu Bandoneón-Klängen

Trotz des unbeständigen Wetters ließen sich einige Besucher die Freude an der Veranstaltung mitKirsten Voosen-Reinhardt (l.) und Toma Neill an den Güterhallen nicht nehmen.Foto: Moritz Alex
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Trotz des unbeständigen Wetters ließen sich einige Besucher die Freude an der Veranstaltung mit Kirsten Voosen-Reinhardt (l.) und Toma Neill an den Güterhallen nicht nehmen.

Kirsten Voosen-Reinhardt und Toma Neill eröffnen Sommerkultur im Südpark.

Von Andreas Erdmann

Endlich wieder Kulturereignisse im Südpark! Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Sommer-Events mit Picknick-Charakter“ hatte die diesmalige Gastgeberin Bea Kahl am Sonntag zu einer musikalischen Autorenlesung an den Güterhallen eingeladen. Wegen noch geltender Corona-Maßnahmen fand die gut besuchte Veranstaltung im Freien vor dem Atelier „Behauptungen“ statt. Dazu gab es Snacks.

In der Lesung stellte die Haaner Autorin Kirsten Voosen-Reinhardt packende Auszüge aus ihrem ersten und dritten Kriminalroman vor. Diese spielen in ihrer Heimatstadt Haan, aber auch Orte wie Solingen und Schloss Burg dienen als Schauplätze.

Ein Schleifer im Ittertal wird ermordet

In dem Roman „Eine Königin zieht das Schwert“ war von einer äußerst abgebrühten Massenmörderin zu hören, die sich im Trubel der Haaner Kirmes herumtrieb. Sie hatte nur ein Ziel vor Augen: „In ihr tobte der Drang, einen Mann zu töten.“ Zuvor hatte „die Ungeliebte“ schon vier Männer umgebracht, darunter einen alternden Pfarrer, der „die Brücke zwischen seinem Glauben und seiner Fleischeslust“ nicht fand.

Voosen-Reinhardt verriet, wie sie dazu kam, diesen ersten Krimi zu schreiben: „Ich wurde Autorin per Zufall. Ich suchte einen regionalen Krimi für eine Freundin. Es gibt ja Krimis für alle möglichen Städte - für Haan gab es nichts. Gut, sagte ich mir, dann schreibst du den Haaner Krimi eben selbst.“ Gesagt – getan. Das Buch wurde zum Bestseller in der Region. In dem Roman „Das Geheimnis des Weihesteins“ verknüpft die Autorin geschickt Fiktionen mit Fakten der Bergischen Geschichte. So führt der Fund eines Tagebuchs, in dem ein Mörder im Jahr 1879 seine Bluttat an einem Schleifer im Ittertal beschreibt, eine junge Frau aus Japan nach Haan. Sie hofft, dort diesen Kriminalfall zu klären.

Nach einem Einbruch in der alten Haaner Pumpstation tauchen „mysteriöse Schriftstücke“ auf, nach denen die Bergische Geschichte eigentlich neu geschrieben werden müsste: Niemand anderer als Graf Adolf I. von Berg soll im 11. Jahrhundert eine geheime Bruderschaft gegründet haben, deren alleinige Aufgabe es war, einen an einem versteckten Ort befindlichen Schatz von ungeheuerem Ausmaß zu hüten. Um was es sich bei dem „Schatz, von dem starke magische Kräfte ausgehen“, eigentlich handelt, verriet die Autorin nicht. Dies machte die Sache besonders spannend.

Bandoneón-Spielerin Toma Neill untermalte die gesprochenen Texte mit musikalischen Tönen. Zudem spielte sie melodische und zugleich rhythmische Stücke des Tango Argentino und andere Folklore, dazu auch – passend zum Lokalkolorit – das Bergische Heimatlied. Alle weiteren Termine sind online zu finden.

www.gueterhallen360.de

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