Konzert

Blechbläser und Orgel lassen Advent glänzen

Festliche Musik in Kirche St. Joseph.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Strahlende Blechbläserklänge und warme Orgeltöne verliehen am Samstagabend in der Ohligser St. Joseph-Kirche dem Advent einen besonderen Glanz. Zehn Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal und Kirchenmusiker Wolfgang Kläsener hatten ein gemeinsames Programm zusammengestellt, das ohne Worte, nur mit der starken Ausdruckskraft von Musik, vorweihnachtliche Freude schenkte. Das Motto des dritten Advents, „Gaudete“, „Freuet Euch“ aufnehmend, zelebrierten die Protagonisten dieser besonderen Adventsstunde voller Spiel-Lust Weisen von „Vivaldi bis Viern“, wie es in der Ankündigung hieß.

Es sei ihm ein Anliegen, in der spürbar „mütenden“ (müden und wütenden) Stimmung der Menschen nach 22 Monaten Pandemie, helle und erbauliche Akzente hinein zu setzen, schrieb Kläsener in dem Begleittext des Programms. Das gelang rundum, wie der begeisterte Applaus am Schluss deutlich machte, der gerne noch mit einer Zugabe quittiert wurde.

Beginnend mit Händels „Einzug der Königin von Saba“ sorgten die zehn Blechbläser mit Trompete, Horn, Posaune und Tuba für einen fulminanten Einstieg in das Konzert und schufen damit die Stimmung für alles weitere. Mal vor dem Altar, mal dahinter, mal oben von der Empore herunter, an der kleinen Orgel in der Apsis, mal an der großen, erklangen Stücke von Bach, Gallus, Gabrieli, Franck, Haydn, Vierne oder Vivaldi und spannten damit einen Stil-Bogen von der Renaissance bis in die Moderne hinein. Der damit entstehende Mix aus geradezu quirligem Pracht-Jubel barocker Blech- Weisen und dunkleren, besinnlichen Orgelklängen, etwa bei Bachs Pastorale berührte und machte dem Auditorium spürbar viel Freude. Immer wieder in anderen Formationen zusammengestellt, breiteten die Musiker auf virtuose Weise einen besinnlichen Klangteppich in der Kirche aus.

50 Besucher verteilten sich im großen Kirchenraum

Diszipliniert hatten sich die Konzertbesucher beim Betreten der Kirche auf ihren 2G- Status kontrollieren lassen und nahmen die zugewiesenen Plätze in den Kirchenbänken ein, so dass sich die gut 50 Personen gut im großen Kirchenraum verteilten. Dass die Mund-Nasen-Maske auf dem Gesicht bleiben musste, tat dem stillen Musikgenuss keinerlei Abbruch.

Am Schluss spielten die Musiker Weihnachtslieder, etwa „Stille Nacht“ oder „Herbei oh ihr Gläubigen“ und leiteten damit über in den mentalen „Endspurt“ bis zum Fest in wenigen Tagen. Ein finales „O du fröhliche“ als Zugabe rundete das Ganze ab und ließ ein bisschen Adventsglanz zurück, den sicher jeder der Besucher auf dem Heimweg noch lange in sich spürte.

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