Der Bedarf steigt

Bis 2025 sollen 1000 neue Kita-Plätze entstehen

Auf diesem Grundstück am Nümmener Feld ist neben Wohnbebauung auch die Errichtung von zwei neuen Kindertagesstätten geplant. Foto: Christian Beier
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Auf diesem Grundstück am Nümmener Feld ist neben Wohnbebauung auch die Errichtung von zwei neuen Kindertagesstätten geplant.

Aktuelle Pläne sollen noch im September beraten werden.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Solingen ist bei Familien gefragt. Zudem steigen seit Jahren auch die Geburtenzahlen. Dementsprechend groß ist die Nachfrage nach Kita-Plätzen für Kinder. Bis 2025 sollen daher 1000 weitere Betreuungsplätze entstehen. „Das stellt die Stadtverwaltung vor eine Herausforderung, der sie mit der Fortschreibung ihre Kita-Ausbau-Planung gerecht wird“, so Stadtsprecher Thomas Kraft.

In der aktuellen Vorlage, die im September im Jugendhilfeausschuss, im Finanzausschuss und im Stadtrat beraten wird, formuliert der Stadtdienst Jugend seine Ziele bis zum Jahr 2025. Danach will Solingen in den kommenden vier Jahren rund 1000 weitere Kita-Plätze schaffen – 535 Plätze für Kinder unter und 461 Plätze für Kinder über drei Jahren. Vor gut zwei Jahren waren die Fachleute im Rathaus noch von rund 600 zu schaffenden Plätzen ausgegangen. Doch die starken Geburtenzahlen, die Zuzüge und der weiterhin steigende Bedarf für Plätze für Kinder unter drei Jahren erfordern eine erneute Anpassung der Planung. Die Stadt Solingen plant zwei Kitas am Nümmener Feld.

„Das ist eine große Herausforderung, der wir uns als familienfreundliche Stadt konsequent stellen“, erklärt Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). „Eine gute Kita-Struktur mit verlässlichen Betreuungsangeboten ist für berufstätige Eltern existenziell wichtig und ein entscheidender Standort-Faktor für die Attraktivität Solingens. Daher müssen wir alles tun, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden. Mit dem vorliegenden Plan haben wir eine sehr gute Grundlage, um diese Aufgabe zu stemmen.“

10 bis 14 weitere Kitas werden benötigt

Seit 2019 sind bereits rund 160 Kita-PIätze hinzugekommen. „Ohne die Probleme, welche die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, wären wir gewiss auch noch weiter“, so Kurzbach. Denn die 160 gewonnen Plätze sind vor allem durch Vorläufergruppen von Kindertagesstätten entstanden, die sich bereits in Planung befinden. Nach Berechnungen des Familienbüros werden bis 2025 etwa 10 bis 14 weitere Kitas benötigt, um den Platzbedarf abzudecken. In Planung befinden sich derzeit bereits neun Kitas.

„Mit Blick auf die große Nachfrage heben wir die Bedarfsquote für Kinder unter drei Jahren in zwei Stufen an“, erklärt die Schul- und Jugend-Dezernentin Dagmar Becker. „Zunächst von aktuell 41 Prozent auf 46 Prozent bis 2025 und dann noch einmal auf 48 Prozent für die Zeit danach.“ Die Zielquote für Kinder über drei Jahren liegt in der Bedarfsrechnung weiterhin bei 98,6 Prozent. Die gestiegene Geburtenzahl – von 1500 auf 1550 Geburten pro Jahr – liegt der Planung zu Grunde. Auch Tagespflege-Angebote sollen ausgebaut werden. Setzt sich die Entwicklung so fort, wie es der Stadtdienst Jugend im Moment erwartet, ist womöglich ab 2023/2024 eine Entspannung bei der Nachfrage nach Kita-Plätzen zu erwarten.

Kita-Planungen

Bestand: Aktuell verfügt Solingen über 92 Kindertagesstätten und eine heilpädagogische Gruppe.

Kita-Planungen: Argonner Weg (AWO), Margaretenstraße (Kita Löwenzahn, Diakonisches Werk), Schwanenstraße (Stadt), Schwabenstraße (Bethanien), Rembrandtstraße (Ausschreibung), Nümmener Feld (2 Kitas, AWO + in Planung), Wuppertaler Straße (Ausschreibung), Goldberger Weg (Ausschreibung)

Nach Hochwasser: Kita-Gebäude in Burg ist kaum zu retten.

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