Politik

Birgit Zeier bleibt Bezirksbürgermeisterin von Wald

Birgit Zeier bleibt vier weitere Jahre Bezirksbürgermeisterin. Im Walder Stadtsaal leitete sie die erste Sitzung der Bezirksvertretung in neuer Zusammensetzung. Foto: Christian Beier
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Birgit Zeier bleibt vier weitere Jahre Bezirksbürgermeisterin. Im Walder Stadtsaal leitete sie die erste Sitzung der Bezirksvertretung in neuer Zusammensetzung.

Bezirksvertretung entschied in der ersten Sitzung wichtige Personalien – thematisch ging es um ein Jugendzentrum.

Von Timo Lemmer

Solingen. Ehe Birgit Zeier in die erste Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Wald in der neuen Wahlperiode überleitete, bedankte sie sich bei den anwesenden Mitgliedern für ihre Wiederwahl: Wie schon seit 2009 bleibt die SPD-Bezirksvertreterin in Wald auch für die kommenden fünf Jahre Bezirksbürgermeisterin.

„Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir als BV das Beste zum Wohle unseres Stadtteils erreichen werden“, sagte Zeier, die mit der Mehrheit von SPD und Grünen berufen wurde. Ihre Wiederwahl galt dank des Bündnisses bereits im Vorhinein als Formsache. CDU und FDP hatten ihr eine eigene Liste gegenübergestellt, aufgrund der Mehrheitsverhältnisse aber nur den 1. Stellvertreter-Posten erhalten. Den übt Michael Klaas (CDU) aus, als 2. Stellvertreterin wurde die Grüne Iris Michelmann gewählt.

Die Personalfragen innerhalb des Gremiums waren damit rasch abgehakt. Mit einer Personalie wartete indes aber auch Tina Thiermann auf: Die Geschäftsführerin des Paritätischen in Solingen berichtete über die Fortschritte im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, die der Paritätische in Wald wieder ins Rollen bringen soll. Die evangelische Kirche hatte sich aus dem Thema zurückgezogen.

„Mit Marina Dirks haben wir eine hauptverantwortliche Fachkraft gewinnen können“, sagte Thiermann. „Mit 29 Jahren ist sie sehr gut geeignet, um mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten, und hat gleichzeitig schon sehr viel Erfahrung, beispielsweise aus ihrer Arbeit für die Awo.“ Die Personalkraft habe just am Montag, dem Tag der ersten BV-Sitzung, ihren ersten Arbeitstag gehabt: „Für sie geht es jetzt zunächst darum, ein Netzwerk aufzubauen und zusätzlich aufsuchend zu arbeiten.“

Im Vordergrund steht kurzfristig eine Bedarfsanalyse gemeinsam mit den Jugendlichen, mittelfristig soll ein Jugendzentrum etabliert werden. Thiermann erklärte den Ansatz: „Wir haben jetzt die Chance, neu zu gucken, was Kinder und Jugendliche hier in Wald brauchen. Und auch, welcher Standort für ein Jugendzentrum geeignet ist. Ganz wichtig ist bei unserem Ansatz, dass die Jugendlichen von Beginn an dabei sind und bei der Bedarfsanalyse eingebunden werden.“

Jugendbeteiligung wird von der Stresemannstraße aus gesteuert

Für zunächst ein Jahr habe der Paritätische ein Ladenlokal an der Stresemannstraße gemietet, das die Heimat für den Prozess sein soll. Das werde ab nächster Woche bezogen. Ob dies schon der zukünftige Jugendtreff sei, steht laut Thiermann noch nicht fest. Zeier: „Der Standort ist allein schon deshalb super, um gesehen zu werden.“ Während sich einige Jugendliche nämlich proaktiv bei der Politik nach neuen Möglichkeiten in Wald erkundigt hätten, müssten viele regelrecht abgeholt werden.

Befragungen an der Friedrich-Albert-Lange-Schule und am Schulzentrum Vogelsang hat es laut Thiermann schon gegeben. Dabei sei die Sehnsucht nach einem Begegnungsort deutlich geworden – sowie danach, diesen in möglichst großer Eigenregie zu gestalten. Bis Ende März soll die Bedarfsanalyse mit den Jugendlichen erfolgen, Ende Mai soll sie ausgewertet sein. So könnte das Jugendzentrum Ende August eingerichtet werden. Das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) für Wald sehe dafür laut Thiermann Geld vor.

Wie lange indes noch auf Bestätigungen rund um das ISEK Wald gewartet werden muss, erläuterte Miriam Macdonald von der Stadtentwicklung: „Wir erwarten nach einem gemeinsamen Treffen für Anfang 2021 eine Rückmeldung von der Bezirksregierung. Alle Förderanträge wurden fristgerecht gestellt, und wir hoffen, im Spätsommer erste Bewilligungen in den Händen zu halten.“

Bezirksvertretung

Mitglieder: Wolfgang Müller, Michael Klaas, Rosemarie Emons, Martin Hartmann (jeweils CDU), Birgit Zeier, Ingo Schloßmacher, Petra Hinkel, Bernd Kaufel (SPD), Lorena Matera, Iris Michelmann, Martin Münter (Grüne), Heinz-Wilhelm Westring (FDP), Marcel Barby (AfD).

Ausblick: Das Gremium tagt weiterhin montags jeweils um 17 Uhr – das nächste Mal am 7. Dezember.

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