Berichterstattung löste massive Kritik aus

„Bild“: Medienkonzern räumt Fehler ein

Das Drama in der Hasseldelle gibt Anlass zu einer Debatte über journalistische Grenzen. Archivfoto: mis
+
Das Drama in der Hasseldelle gibt Anlass zu einer Debatte über journalistische Grenzen.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, hat den Fall der fünf getöteten Kinder in Solingen als einen Anlass für eine Debatte über journalistische Freiheiten und Grenzen bezeichnet.

Solingen. Mathias Döpfner, frisch wiedergewählter Präsident des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), hat in seiner Rede zur Eröffnung des BDZV-Kongresses 2020 am Dienstag in Berlin den Fall der fünf getöteten Kinder in Solingen als einen Anlass für eine Debatte über journalistische Freiheiten und Grenzen bezeichnet. 

Döpfner räumte als Vorstandsvorsitzender des Medienkonzerns Axel Springer Fehler in der „Bild“-Berichterstattung ein. Die Zeitung hatte aus den Chatnachrichten des überlebenden 11-jährigen Jungen zitiert, die dieser nach dem Tod der Geschwister geschrieben hatte. Die Berichterstattung löste massive Kritik und mehr als 50 Beschwerden beim Deutschen Presserat aus, darunter auch eine der Stadt Solingen. 

Die Zeitung hatte den Artikel allerdings schnell zurückgezogen. Der Springer-Chef führte weiter aus, dass man intern viel und sehr kritisch über diesen Vorgang diskutiert habe. „Wir wollen und wir müssen das in Zukunft besser machen. Vielleicht kann ja dieser Fall Anlass sein für eine breite Debatte über Standards und Werte im Spannungsfeld zwischen der Freiheit der Presse auf der einen Seite und dem berechtigten Schutz von Persönlichkeitsrechten“, sagte Döpfner. -sb.-

Die Familientragödie in der Hasseldelle, bei der eine 27-jährige Mutter unter dem Tatverdacht steht, fünf ihrer sechs Kinder getötet zu haben, hat bundesweit für Erschütterung gesorgt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Corona: 7-Tage-Inzidenz nur noch knapp über 50 - Stadt verhandelt
Corona: 7-Tage-Inzidenz nur noch knapp über 50 - Stadt verhandelt
Corona: 7-Tage-Inzidenz nur noch knapp über 50 - Stadt verhandelt
Katastrophe trifft gesamtes Stadtgebiet - Anwohner hadern weiter mit Schäden
Katastrophe trifft gesamtes Stadtgebiet - Anwohner hadern weiter mit Schäden
Katastrophe trifft gesamtes Stadtgebiet - Anwohner hadern weiter mit Schäden
Nach Unfall mit hohem Sachschaden: Die L 74 ist wieder frei
Nach Unfall mit hohem Sachschaden: Die L 74 ist wieder frei
Nach Unfall mit hohem Sachschaden: Die L 74 ist wieder frei
Stille Helfer des Jahrtausend-Hochwassers
Stille Helfer des Jahrtausend-Hochwassers
Stille Helfer des Jahrtausend-Hochwassers

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare