Moped-Club

Biker schwelgen in Erinnerungen

Klaus Görtz (v. l.), Lothar Fremmer, Richard Buchholz und Alfred Rehse hatten Spaß an den alten Bildern.
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Klaus Görtz (v. l.), Lothar Fremmer, Richard Buchholz und Alfred Rehse hatten Spaß an den alten Bildern.

1955 wurde der Moped Club Solingen gegründet – jetzt trafen sich vier Veteranen zum Wiedersehen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die Fotos sind klein, schwarz-weiß, mit gewelltem Rand. Sie stammen aus den 50er Jahren und zeigen junge Männer, die mit Mopeds im Pulk stehen und in die Kamera lachen. Klaus Görz, Lothar Fremmer, Richard Buchholz und Alfred Rehse schauen sich die Aufnahmen an. „Wer ist denn der, der da neben mir steht?“ oder „Wo waren wir denn da eigentlich, war das die Tour nach Münster?“ waren dabei typische Fragen, die beim Treffen der vier verbliebenen Veteranen des Moped Clubs Solingen im Merscheider Schützenhaus die Runde machten.

Er wurde 1955 gegründet, „weil wir alle ein Moped hatten, für die täglichen Fahrten zur Arbeit, das ging schneller als mit dem Fahrrad und ein Auto war viel zu teuer“, wie Klaus Görtz erzählt, der das diesjährige Ehemaligen-Treffen organisiert hat. „Von Mal zu Mal wird es leichter, weil wir leider immer weniger werden“, sagt er trocken und zeigt auf eine Namensliste mit Telefonnummern, die er vor Jahren recherchiert hatte. Vor sechs Jahren gab es schon mal eine Zusammenkunft. „Schon damals waren wir nur noch zehn, aber jetzt sind wir noch mal geschrumpft. Ist ja klar, wir sind alle mehr oder weniger weit über 80.“

Stammlokal war das Café Reuters auf der Schützenstraße

Seit Jahrzehnten ist das Thema Moped für die inzwischen älteren Semester nur noch Erinnerung. „Irgendwann, als wir Familien gründeten, sind wir aufs Auto umgestiegen“, sagt Görtz. Lediglich Richard Buchholz setzt noch zusätzlich auf Zweiräder und ist auch zum Treffen mit einem Motorroller gekommen. „Da bekomme ich wenigstens überall einen Parkplatz“, sagt er schmunzelnd.

Dann wird wieder zu den Fotos gegriffen: „Stammlokal war das Café Reuters auf der Schützenstraße, das es schon Ewigkeiten nicht mehr gibt“ , sagt Lothar Fremmer. Wöchentlich fand man sich hier ein, zum Fachsimpeln, zum Klönen und auch, um gemeinsame Touren zu planen. Man sei viel unterwegs gewesen damals. In der näheren Umgebung, aber auch bis nach Holland oder an die Mosel. „Vor ein paar Jahren sind wir mit dem Auto eine der alten Strecken abgefahren. Vieles hat sich sehr verändert, anderes ist verblüffenderweise noch genauso wie vor x Jahren.“

Leider habe man die Moped-Leidenschaft nicht an die nächsten Generationen weitergeben können. „Weder Kinder noch Enkel hatten Lust“, sagt Klaus Görtz.

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