BHC

Arena-Planung kann weitergehen

Bergischer Rat teilt Bedenken von Grünen und Linken nicht. Standort Piepersberg bleibt erste Wahl.

Von Andreas Weber 

Dass für den Handball-Bundesligisten Bergischer HC an der Grenze zwischen Wuppertal und Solingen eine 15 Millionen teure Sport-und Eventarena Bergisch Land entstehen soll, sehen Grüne und Linke mit Skepsis. Im Bergischen Rat traten beide Fraktionen gestern im Rathaus Barmen auf die Bremse. 

Der nach intensiver Suche ins Auge gefasste Standort Piepersberg-West ist für Grüne wie Linke längst nicht ausgemacht. In der Sitzung des 50-köpfigen Gremiums mit Politikern aus den drei bergischen Großstädten fand Marc Schulz (Grüne) das Vorgehen befremdlich: „Wir können die Projektpläne zwar zur Kenntnis nehmen, aber die richtige Reihenfolge muss sein, dass in den Städten die Fraktionen zunächst über Standortfrage und Alternativen nachdenken.“ 

 Dr. Johannes Slawig erinnerte Schulz daran, dass dies eine zeitliche Verzögerung bedeuten würde. Schließlich sei die Änderung des B-Plans Westring, über den die Zufahrt zur Spielstätte laufen soll, in der Mache. Sein Solinger Amtskollege Hartmut Hoferichter verwies darauf, dass „Piepersberg zwar geeignet sei, Vorbereitungen laufen, aber keine politischen Beschlüsse gefasst seien“. Hoferichter beschwichtigte die Skeptiker, dass es weder eine verbindliche Bauleitplanung gebe noch Zuwendungsbescheide.

 Professor Dr. Jörg Becker (Linke) sah für das 6000 Besucher fassende Arena-Modell mehrere Probleme. Eines sei die Mischfinanzierung mit privatem und öffentlichem Geld. Ein von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) geleiteter Arbeitskreis geht davon aus, dass vom Land vier Millionen Euro aus der Sportstättenförderung sowie sieben Millionen aus dem NRW-Kreditprogramm für die Finanzierung von Sportstätten fließen. Weitere vier Millionen Euro Eigenanteil müssten aufgebracht werden. Becker kritisierte ebenso, dass ein Veranstaltungsort jenseits des Handballs zum Scheitern verurteilt sei. Er habe mit Experten für solche Eventhallen gesprochen. „Die haben mir versichert, dass diese Halle in Konkurrenz mit anderen Hallen 10 bis 15 Jahre zu spät kommt.“ 

Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der BSW, appellierte an den Bergischen Rat, ein Mandat zu erteilen, damit die Projektplanung fortgeführt werden kann. So geschah es – gegen die Stimmen von Grünen und Linken. „Natürlich haben die Stadträte am Ende die Entscheidungshoheit. Daran wird sich die BSW als Tochtergesellschaft halten“, meinte Middeldorf.

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