ST vor Ort

Bezirkspolizist Andreas Losch sucht die Nähe zum Bürger

Bezirkspolizist Andreas Losch ist für weite Teile Höhscheids zuständig, wo er viele Gespräche führt. Foto: Uli Preuss
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Bezirkspolizist Andreas Losch ist für weite Teile Höhscheids zuständig, wo er viele Gespräche führt.

Der Hauptkommissar ist für den nördlichen und westlichen Teil Höhscheids zuständig, sein Kollege Uwe Dienes für den südlichen mit Widdert.

Von Hans-Peter Meurer

Auch bei sommerlichen Temperaturen ist er weithin in seinem Bezirk sichtbar. Denn Hauptkommissar Andreas Losch trägt im Dienst fast immer eine leuchtend neongelbe Polizeijacke. „Ich will ganz bewusst, dass man mich sofort erkennt, wenn ich Streife auf der Straße gehe“, sagt der 58-Jährige.

Er ist einer der 21 Solinger Bezirksbeamten – und Ansprechpartner für rund 10 000 Höhscheider. Seit fast elf Jahren ist der Vater von vier erwachsenen Kindern für den nördlichen Bereich Höhscheids zuständig. Dessen Grenze beginnt im Osten an der Martin-Luther-Kirche und führt im Norden entlang der Bahnstrecke Ohligs–Grünewald, entlang der Katternberger Straße mit ihren Seitenstraßen, die Hossenhauser Straße bis ins Tal des Nöhrenhauser Baches nach „Brücke“. Von der ehemaligen Gaststätte „Beim Öhm“ führt die Bezirksgrenze dann entlang der B 229 wieder bis zum Grünewald.

Für die Kinder der Grundschule Stübchen gehört Andreas Losch zum Schulleben. Dort unterstützt er regelmäßig das Verkehrserzieherteam, hilft beim Fahrrad-Training im Straßenverkehr. Und er überwacht oft die unfallträchtige Kreuzung vor der Grundschule mit ihrer Haltestelle. Dann ist er im wahrsten Sinne des Wortes ein „Polizist zum Anfassen“.

Inzwischen hat sich Losch fast überall bekannt gemacht, denn er sucht stets die Nähe zu den Bürgern. Er wird nicht nur ständig auf der Straße angesprochen, vielmehr sucht er bewusst das Gespräch. Und er nimmt sich Zeit, am Gartenzaun oder vor dem Geschäft einen kurzen „Plausch“ zu halten. Und fast immer trägt er dabei eben sein Erkennungszeichen – die neongelbe Jacke.

Diese braucht er auch, wenn er mit dem dienstlichen Motorroller vom Polizeiposten an der Neuenhofer Straße 33, dort wo früher die Post war, unterwegs ist. Feste Sprechzeiten sind dort montags und donnerstags, jeweils von 10 bis 11 Uhr.

Ansonsten ist er eher selten in dem Büro anzutreffen: Er besucht Familien, in deren Wohnung eingebrochen worden ist, berät sie und hilft ihnen psychologisch über den ersten Schock des Eingriffs in die Privatsphäre hinweg. Er ermittelt die neuen Aufenthaltsadressen von Solingern, die sich nicht polizeilich umgemeldet haben, und er vollstreckt auch Haftbefehle, wenn Geldstrafen nicht bezahlt worden sind. „Meist geht dies aber problemlos ab. Ein paar nette Worte – und es wird meist sofort bezahlt“, sagt er.

Außergewöhnliche Brennpunkte weise sein Bezirk derzeit nicht auf. „Es gab vor kurzem mal eine Gruppe Jugendlicher, die sich abends mit ihren lauten Motorrollern in einem Park im Weegerhof trafen. Dann habe ich mich ein paar Mal sehen lassen, mit ihnen gesprochen – und das Thema war erledigt. Man braucht als Bezirksbeamter ein wenig Fingerspitzengefühl“, sagt er.

Losch vertritt bei Krankheit auch seinen Kollegen Uwe Dienes. Er ist für das südliche Höhscheid und Widdert zuständig.

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