Parcours

Bewegung für Kinder im Bärenloch

Bundesfreiwilligendienstler Robin Leiber (l.) und Magdalena Möhring vom Solinger Sportbund haben in den vergangenen Tagen an allen vier Orten Schilder für die jeweiligen Stationen aufgehangen. Foto: Christian Beier
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Bundesfreiwilligendienstler Robin Leiber (l.) und Magdalena Möhring vom Solinger Sportbund haben in den vergangenen Tagen an allen vier Orten Schilder für die jeweiligen Stationen aufgehangen.

Der Sportbund Solingen hat einen Parcours entwickelt.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Wer sich genauer auf dem Spielplatz im Bärenloch umguckt, erkennt gut die weißen Zettel, die an einigen Bäumen und Pfählen befestigt sind. Und die hängen nicht ohne Grund da. Der Sportbund Solingen hat dort und an drei weiteren Orten einen Bewegungsparcours für Kinder aufgebaut. „Es ist wichtig, dass sich Kinder bewegen und so haben wir ein niederschwelliges Angebot geschaffen, an dem jeder teilnehmen kann“, sagt Magdalena Möhring vom Sportbund.

„Die Entwicklung eines Kindes läuft über die Bewegung, denn so nehmen wir die Umwelt wahr.“

Magdalena Möhring, Sportbund Solingen

Der Bewegungsparcours besteht aus jeweils zehn Stationen, die rund um die Spielplätze zu finden sind. Neben dem Bärenloch sind sie am Engelsberger Hof, im Walder Stadtpark und im Volksgarten. Die Aufgaben sind nicht schwer: Einen Baum umarmen, von etwas herunterspringen oder ein Tier nachmachen. „Die Kinder sollen zeigen, was sie bereits können, denn das bekommen die Eltern im normalen Alltag meist gar nicht mehr mit“, betont Möhring. „Außerdem geht es dabei nicht um höher, schneller oder weiter, sondern um das, was das Kind kann und sich selbst zutraut. Ganz frei und ungezwungen und mit Kreativität.“ An jedem der vier Orte sind die Stationen ähnlich, aber an die jeweilige Umgebung angepasst. So müssen im Bärenloch Treppenstufen gezählt werden, im Volksgarten etwas anderes.

Der Bewegungsparcours kann in variabler Reihenfolge durchlaufen werden, zudem ist es nicht erforderlich, alle Stationen zu absolvieren, sondern nur die, zu denen die Jungen und Mädchen Lust haben. Begleitet werden die Kinder bei dem Erledigen der Aufgaben von dem Maskottchen Fuchs, der die Eigenschaften schlau und listig widerspiegelt. Und diese würden auch die Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter zeigen, um die Aufgaben zu meistern.

Die Idee zu dem Bewegungsparcours kam Magdalena Möhring während ihres Sommerurlaubs in den Bergen. „Auf vielen Wanderwegen gibt es Trimm-dich-Pfade, in Solingen konnten wir aber keinen finden. Ich wollte etwas auf die Beine stellen, dass Familien mit und in der Natur erleben können“, erklärt die Fachkraft für das Programm „NRW bewegt seine Kinder“. Und gerade in Corona-Zeiten habe es zu wenig Sportangebote für Kinder gegeben. Obwohl Bewegung für Kinder enorm wichtig sei. „Die Entwicklung eines Kindes läuft über die Bewegung, denn so nehmen wir die Umwelt wahr. Zudem ist Bewegung Bildung und Stressreduktion“, betont Möhring, die Wichtigkeit des Sports. Täglich eine Stunde rausgehen und das egal bei welchem Wetter, empfiehlt Möhring deshalb.

Im nächsten Jahr könnte es neue Aufgaben geben

Die Schilder für den Bewegungsparcours bleiben zunächst hängen, bis das Wetter schlechter wird. Findet das Angebot, das vom Sportbund selbst finanziert wird, Anklang, dann werden die Stationen auch im nächsten Jahr wiederzufinden sein. Möhring könnte sich vorstellen, dass es mehr Stationen geben wird und auch Vereine können sich daran beteiligen. Wie ist allerdings noch unklar. Außerdem soll der Fuchs einen Wiedererkennungswert bekommen und häufiger bei Aktionen des Sportbundes auftreten. „Wir stecken erst in den Kinderschuhen.“

Urkunde

Kinder, die den Parcours durchlaufen haben, können ihre eigene Urkunde bekommen. Dafür müssen Alter, Name und Adresse des Kindes per E-Mail an den Sportbund gesendet werden.

ganztag@solingersport.de

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