Statistik

Bevölkerung: 1530 Solinger wurden 2020 geboren

Die Grafik mit Zahlen der Landesstatistik IT NRW zeigt, dass die Zahl der Geburten seit 2011 fast stetig gestiegen ist.
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Die Grafik mit Zahlen der Landesstatistik IT NRW zeigt, dass die Zahl der Geburten seit 2011 fast stetig gestiegen ist.

Zahl der Geburten steigt um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Von Anja Kriskofski und Philipp Müller

1530 Solinger Kinder wurden 2020 geboren – ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr (1500 Geburten). Das geht aus Zahlen des Landesstatistikamtes IT NRW hervor. Mit Ausnahme des Jahres 2017, als es einen leichten Rückgang gab, verzeichnete die Klingenstadt seit 2011 (1190 Geburten) stetig steigende Geburtenzahlen: 340 kleine Neubürger mehr kommen inzwischen im Jahr auf die Welt.

Die Landeszahlen weichen allerdings von denen der Stadt Solingen ab. 1405 Neugeborene seien 2020 beim Standesamt registriert worden, teilt Stadtsprecherin Stefanie Mergehenn auf Anfrage mit. 96 davon müssten jedoch noch offiziell beurkundet werden, weil noch Unterlagen fehlten. „Wie es aber zu der Differenz zwischen den Zahlen der Stadt und des Landes kommt, können wir nicht sagen.“

In der Landesstatistik schneidet Solingen im Vergleich jedenfalls gut ab. Denn im Regierungsbezirk Düsseldorf ging die Zahl der lebendgeborenen Kinder 2020 um 1,4 Prozent zurück. Remscheid verzeichnete mit 1070 Geburten ein leichtes Plus (0,1 Prozent), während in Wuppertal (3460) die Zahl der Geburten um 0,3 Prozent sank.

Ein Großteil der Solinger Babys kam im Städtischen Klinikum zur Welt, das als einziges Krankenhaus in der Stadt eine Geburtsstation hat. 1281 Kinder seien 2020 an der Gotenstraße geboren worden, berichtete Klinikumssprecherin Karin Morawietz. Darunter sind jedoch auch Kinder, die aus umliegenden Städten stammen und deren Geburt deshalb dort beurkundet wurde.

Bei den Vornamen verzeichnet das Solinger Standesamt klare Trends. Den ersten Platz belegten 2020 bei den Mädchen Lina und Mila mit je 13 Eintragungen ins Geburtenregister. Bei den Jungs lag Samuel mit gleich elf Namensvettern an der Spitze der Rangliste. Neun kleine Jungs hören auf den Namen Jonas.

Wie Stadtsprecherin Sabine Rische berichtet, tragen von den Neusolingern aus dem vergangenen Jahr 803 Kinder nur einen Vornamen, 456 zwei, 30 drei und ein Kind sogar vier.

Das sind die beliebtesten Vornamen 2020

Das Standesamt hat die am häufigsten vergebenen Namen zusammengestellt. In der Auflistung steht in Klammern die Zahl der Babys, die diese Namen tragen. Bei den Mädchen wurde die beiden beliebtesten Vornamen Lina und Mila je 13-mal vergeben. Darauf folgen Emilia, Emily, Emma, Lea (je 9); Clara, Elif, Marie (8); Ella, Lara, Lena, Mia, Sophie (5); Alessia, Eva, Hannah, Ida, Jana, Juna, Leonie, Leyla, Luisa, Maria, Nele, Sara, Sofia (4) sowie Alya, Amira, Anni (3).

Bei den Jungen sieht die Verteilung so aus: Samuel (11), gefolgt von Jonas (9); Ben, Leon (8); Felix, Finn, Leo, Liam, Louis, Luca, Maximilian (7); Emil, Noah (6) sowie Alexander, Anton, Fabian, Henry, Lucas, Milo, Paul, Tom (5). Die Namen Amir, Elias, Ilay, Levi, Linus, Lio, Luke, Max, Milan gab es je viermal. 

Standpunkt: Der Trend geht nach oben

Von Anja Kriskofski

Es ist eine schöne Nachricht aus dem Jahr 2020, das als das Corona-Jahr wohl für immer in Erinnerung bleiben wird: Die Zahl der Geburten ist in Solingen erneut gestiegen. Ob die Pandemie einen positiven oder negativen Effekt auf die Familienplanung vieler Menschen hat, lässt sich jetzt noch nicht sagen.

anja.kriskofski@solinger-tageblatt.de

Die ersten Kinder, die seit März gezeugt wurden, wurden gerade erst geboren. Die Geburtenzahlen des Landes für 2020 weichen zwar von denen der Stadt Solingen ab. Allerdings zeigen auch städtische Statistiken der vergangenen Jahre, dass seit 2009 der Trend nach oben weist: Inzwischen kommen hier jedes Jahr rund 1500 Kinder auf die Welt. 

Zehn Jahre zuvor waren es noch rund 270 weniger. Die Entwicklung macht deutlich, dass die Investitionen in neue Kindergärten dringend nötig sind. Denn zu den hier geborenen Kindern kommen die hinzu, die mit ihren Familien neu nach Solingen ziehen. Für eine alternde Gesellschaft wie unsere sind das schöne Anzeichen. Dennoch können sie über eines nicht hinwegtäuschen. Die Schere zwischen Geburten und Todesfällen mag geringer geworden sein. Doch immer noch sterben in Solingen viel mehr Menschen, als geboren werden. 

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