Kriminalität

Betrugsversuch: SEG erstattet Anzeige

Polizei fertigte gegen den 18-Jährigen eine Anzeige. Archivfoto: ric
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Die Polizei ermittelt nun.

Die Solinger Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) hat fingierte Zahlungsanweisungen per E-Mail erhalten. Offenbar nicht als einzige.

Von Andreas Tews

Solingen. Durch den Betrugsversuch mit fingierten E-Mails ist bei der Solinger Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) kein finanzieller Schaden entstanden. Dies berichtete Polizeisprecher Alexander Kresta. Er bestätigte, dass die Stadt Solingen Anzeige erstattet hat. Betrüger hatten vergangene Woche versucht, mit fingierten E-Mails an SEG-Mitarbeiter Zahlungen ins Ausland zu veranlassen. Im Bezug auf die Abläufe liefen die Untersuchungen am Montag noch, berichtete Rathaussprecher Daniel Hadrys. Verschiedene Stadtdienste und Stellen externer Behörden seien mit den Untersuchungen befasst.

Hadrys hatte bereits am Montag bestätigt, dass Betrüger mit E-Mails an Mitarbeiter der SEG vorgetäuscht hatten, dass es sich dabei um Zahlungsanweisungen des Geschäftsführers Hartmut Hoferichter handelte (das ST berichtete). Da es keinen finanziellen Schaden gibt, ist davon auszugehen, dass die Überweisungen noch rechtzeitig zurückgeholt wurden. Dem ST liegen Hinweise vor, dass es um „größere Summen“ gegangen sein soll. Die Rede ist offenbar von einem fünfstelligen Euro-Betrag.

Bei der Betrugsmasche handelt es sich um den der Polizei seit einigen Jahren bekannten sogenannten „CEO Fraud“ (auch „Chef-Trick“ genannt). Dabei verschicken Betrüger an Mitarbeiter von Firmen E-Mails, die solchen von echten Vorgesetzten täuschend ähneln – oft bis hin zum Design der elektronischen Post. Sie wollen angeblich dringende und geheime Zahlungen ins Ausland erwirken und erwecken den Anschein, dass die Mail mit der Zahlungsanweisung direkt vom Chef (CEO) kommt.

Auch andere Solinger Firmen hatten mit dem „Chef-Trick“ zu tun

Nach Tageblatt-Informationen haben Unbekannte in den vergangenen Wochen unter anderem auch bei diversen Solinger Firmen versucht, Geldüberweisungen ins Ausland zu bewirken. Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen rät die Polizei, sich beim vermeintlichen Auftraggeber per Rückruf oder schriftlich zu Informieren. Mitarbeiter sollten Ihre Vorgesetzten informieren.

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