Lesung

Bestseller-Autor Wladimir Kaminer: Ausverkauftes Haus in Solingen

Wladimir Kaminer, Spiegel-Bestseller-Autor, bei seiner Lesung in der Stadtbibliothek Solingen am 21. Oktober 2022.
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Wladimir Kaminer, Spiegel-Bestseller-Autor, bei seiner Lesung in der Stadtbibliothek Solingen.

„Russendisko“ und „Militärmusik“ haben ihn bekannt gemacht. Am Freitag las Schriftsteller und Besteller-Autor Wladimir Kaminer vor ausverkauftem Haus in Solingen.

Von Lucas Hackenberg

Solingen. Wo Wladimir Kaminer drauf steht, steckt ein buntes Potpourri an Unterhaltung drin. Dessen konnten sich die zahlreichen Zuschauer schon im Vorhinein gewiss sein. Ob nun die eingeschworene Fanbasis des deutschen Autors mit sowjetischer Herkunft oder neugierige Erstbesucher: In Solingen hat er offenbar viele Fans. Denn seine Lesung in der Stadtbibliothek an der Mummstraße war ausverkauft.

Der Wahlberliner begeisterte sein Publikum mit reichlich Gespür für Situationskomik - und der Vorstellung seines neuesten Buches „Wie sage ich es meiner Mutter?“

Dabei blieb der 55-Jährige seinem Motto stets treu. Situationen des Alltags verpackte er gewohnt humorvoll und sorgte so vom Start weg für nahezu durchgängiges Schmunzeln in den Gesichtern seiner Zuhörer.

In seinem neuesten Werk thematisiert er den Generationenkonflikt. Der spiegelt sich auch in der Beziehung seiner Kinder im jungen Erwachsenenalter zu deren 90-jähriger Oma wider. Die Familie lebt zusammen im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg – und macht hautnah Erfahrungen mit den Problemen der heutigen Zeit. Vom Gendersternchen über den „woken“ Veggie-Lifestyle bis hin zu politischen Diskussionen über Wahlplakate zur Bundestagswahl spart Wladimir Kaminer nichts aus. Kaminer zeigt die lustigen, absurden Facetten des Alltags – als Inspiration reicht ihm dabei das ganz normale Leben. 

Immer wieder ergänzte Wladimir Kaminer die Lesung seines Buches mit teils skurrilen Geschichten, die ihm vor allem während der Corona-Pandemie widerfahren sind. So brachte er die Solinger und Solingerinnen zum Lachen, als er über einen afghanischen Kosmonauten berichtete. Der hatte in Deutschland im Taxi-Unternehmen des Bruders zu arbeiten begonnen und landete so neben Heino und Kaminer im goldenen Buch eines Dorfes in Mecklenburg-Vorpommern.

Ebenso erheiternd wirkten die Titel der einzelnen Kapitel seines neuen Buches. Zum Beispiel der Abschnitt „Gurkensalate der Apokalypse“. Darin geht es um Nachrichtenblasen und Google-Algorithmen, die selbst vor seiner Mutter im fortgeschrittenen Alter keinen Halt machen.

Natürlich wollte der Autor aber auch noch einiges der Neugier überlassen, die am Besten durch die genaue Lektüre seiner neuesten Erzählungen gestillt werden kann.

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