Kultur

Berührender Rap-Song will Jugendliche über Demenz aufklären

Busch-Stiftung unterstützt Produktion.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Zum diesjährigen Alzheimer-Tag am 21. September legt der Sänger Equa Tu seinen Song „Meine Oma“ vor. Er ist ab sofort auf allen bekannten Plattformen wie Youtube oder Spotify und weiteren zu hören. In einer Mischung von Pop und Rap, dennoch zart und sensibel, beschreibt der Mittzwanziger die letzte Zeit mit seiner Oma, die an Alzheimer erkrankt war.

„Ein sehr berührendes Stück“, sagt auch Christian Busch, der mit der von seinen Eltern Thomas und Beate Busch gegründeten Seniorenhilfe-Stiftung die Produktion gefördert und auch Videograph Adrian Bedoy (Düsseldorf) mit ins Boot geholt hat.

Eigentlich gehöre dergleichen nicht zum Portfolio der Stiftung. „Aber wir waren uns im Vorstand schnell einig, dass dieser Song vor allem jungen Menschen diese Erkrankung sehr nahe bringt. Ein Format, das jenseits der bis dato gängigen Informationswege liegt“, begründet Busch.

Die Stiftung, seit 1998 aktiv, hat sich die Unterstützung und Entlastung von kranken und behinderten alten Menschen und deren Angehörigen in Solingen auf die Fahne geschrieben. Auch kümmert sie sich um die Aufklärung und Enttabuisierung des Themas Demenz.

In „Meine Oma“ vermittelt Equa Tu, der eigentlich Hauke Löber heißt, ein positives Bild dieser Erkrankung, die das Gedächtnis der Betroffenen mehr und mehr reduziert. „Als Enkel hatte ich es vielleicht einfacher als zum Beispiel meine Mutter, die ihren Blick als pflegende Angehörige auf andere Dinge legen musste“, sagt der junge Musiker. „Aber für mich waren die letzten Jahre mit meiner Oma tatsächlich schön. Wir haben uns über die Musik verständigt, die sie als ausgebildete Sängerin ihr ganzes Leben liebte und aktiv betrieb.“

Auch dieser Ansatz ist für Christian Busch förderungs- würdig: Den Blick auf das richten, was noch geht und was man noch teilen kann, und nicht nur auf das, was fort ist, sei ein richtiger Hinweis für Angehörige von an Demenz leidenden Menschen.

Radtour

Mit einer Radtour möchte das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz auf den Alzheimer-Tag aufmerksam machen. Dazu legen Demenzbotschafter am 21. September eine 100 Kilometer lange Strecke zwischen Solingen, Wuppertal, Remscheid und Rheinisch-Bergischen Kreis zurück.

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