Weyersberg

Bergisches Oktoberfest bleibt in Solingen - Brings sollen kommen

Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Brings am 1. Oktober wieder in Solingen auftreten. Archivfoto: cb
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Wenn alles nach Plan läuft, sollen Brings am 1. Oktober wieder in Solingen auftreten.

Veranstalter Ralf Derkum will den Motor wieder anwerfen.

Von Timo Lemmer

Solingen. Für Ralf Derkum war es ein durchaus herber Schlag ins Kontor, dass sein Bergisches Oktoberfest am Weyersberg 2020 nicht stattfinden konnte. Zum einen selbstredend finanziell: „Denn wir sind ein Zwölf-Monats-Unternehmen, und haben immer laufende Kosten. Ob für Mitarbeiter, Lager oder Büro.“ Zum anderen aber insbesondere auch moralisch: Denn nach schwierigen Startjahren, zunächst noch in Wuppertal, seit vier Jahren an der Klingenhalle, war 2019 zum ersten Mal ein finanzielles Plus hängengeblieben. Doch Derkum bleibt Derkum – also kämpferisch: „Wichtig ist, dass für 2021 alles geplant ist. Tickets können gekauft werden. Das Allerwichtigste aber: Die Leute brauchen Null-Komma-null-Sorgen haben. Dieses Jahr würden wir zur Not auch noch ohne Oktoberfest überstehen, und 2022 kämen wir dann zu 100 Prozent zurück.“

Die Hoffnung sei aber da, dass es schon in diesem Jahr wieder eine große Gaudi am Weyersberg geben kann, sagt Derkum. Viel Arbeit sei bereits erledigt. Am 24. und 25. September sowie am 1. und 2. Oktober ist für jeweils 2000 Gäste Platz im Festzelt. Brings, die 2020 da gewesen wären, kommen nun am 1. Oktober. Derkum: „Wir werden auf jeden Fall noch einen Kracher holen.“

„Ich werde an diesem Platz festhalten, egal, was passiert.“

Ralf Derkum, Veranstalter

Der Unternehmer sagt: „Wir werfen gerade wieder den Motor an“. Selbst wenn es in diesem Jahr nicht klappen sollte, werde man das überleben – und das nicht zuletzt dank vielfacher Solidarität. Die hat Derkum seitens seiner Mitarbeiter erfahren.

Aber auch die Solinger haben geholfen, dass das Bergische Oktoberfest weiterlebt: „Für letztes Jahr waren schon 2000 Tickets verkauft. Davon haben wir 25 Prozent rückerstattet, die restlichen Besucher haben ihre Karten behalten. Das ist eine tolle Quote, und unser Dank geht insbesondere auch an die Solinger Gäste.“ Überraschend gut sei es ebenso im Bereich der Sponsoren gelaufen: „Bis auf zwei sind alle an Bord geblieben.“

Auch aufgrund dieser Solidaritätswelle sagt der Wuppertaler der Ausrichtung in Solingen seine Treue für die kommenden Jahre zu: „Ich werde an diesem Platz festhalten, egal was passiert. 2022 wird definitiv stattfinden.“

Derkum verweist zudem auf die gute Zusammenarbeit mit Stadt, Stadtmarketing, Bädergesellschaft und Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), die ihn allesamt „seit Jahren“ kräftig unterstützen würden: „Wir dürfen inzwischen auch eine Stunde länger Musik machen, nämlich bis 24 Uhr. Bis 1 Uhr muss dann das Zelt geräumt werden.“

Nach Fehlern der Vergangenheit und Anfangsjahre, in denen er zwar mehr als 70 000 Euro Privatvermögen in seinen Betrieb habe stecken müssen, aber eben auch eine Menge gelernt habe, sieht Derkum sein Bergisches Oktoberfest an der Klingenhalle inzwischen auf gesunden Beinen. Am liebsten 2021, spätestens 2022 soll sich dieser Trend bestätigen.

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