Ab 17. Januar

Die S-Bahn 7 fährt sechs Wochen lang seltener

Die Züge der S 7 gehören dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Der neue Betreiber Vias Rail wird sie von Abellio übernehmen. Foto: Christian Beier
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Die Züge der S 7 gehören dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Der neue Betreiber Vias Rail wird sie von Abellio übernehmen.

Das Bahnunternehmen Abellio beendet den Betrieb des „Müngsteners“ zum Februar. Bis dahin gibt es einen Übergangsfahrplan.

Von Andreas Tews

Solingen. Wegen des vorzeitigen Betreiberwechsels auf der S-Bahn-Strecke 7 (S 7) müssen die Fahrgäste ab Montag, 17. Januar, mit Einschränkungen im Fahrplan rechnen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und andere beteiligte Verbünde teilten gestern mit, dass die Bahnen auf der Strecke Solingen-Remscheid-Wuppertal für sechs Wochen vorübergehend statt alle 20 Minuten und damit dreimal stündlich nur noch zweimal stündlich fährt.

Die Verkehrsverbünde erklären diesen Übergangsfahrplan damit, dass Mitarbeiter geschult und Züge an die Anforderungen der neuen Betreiber angepasst werden müssen. Dies soll bis zum Betriebsende am Sonntag, 27. Februar, abgeschlossen sein.

Ursache ist das Ausscheiden des Bahnunternehmens Abellio aus dem regionalen Schienenverkehr in Nordrhein-Westfalen. Die Tochter der niederländischen Staatsbahnen war in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Verhandlungen mit den Verkehrsverbünden über bessere Konditionen für ihre defizitären Strecken scheiterten. Zum 1. Februar übernehmen darum vorzeitig andere Unternehmen. Im Fall der S 7 ist es die in Düren ansässige Vias Rail.

Das Ziel auf allen Linien ist, möglichst viele Abellio-Mitarbeiter zu übernehmen. Diese müssen nach einer Mitteilung der Verkehrsverbünde in die Systeme, mit denen ihr neuer Arbeitgeber fährt, eingewiesen werden. Sie erhalten zudem ihre neuen Arbeitsmittel. Damit beginne man bereits vor der eigentlichen Übernahme der Linien. Pro Mitarbeiter hätten die Unternehmen dafür zwei bis drei Tage angesetzt. Neben der Anpassung der Züge, die dem VRR gehören, müsse Vias Rail auch die großen Instandhaltungsbetriebe in Duisburg und Hagen sowie den S-7-Betriebsstandort in Remscheid übernehmen.

Mit den reduzierten Übergangsfahrplänen wollen die Verbünde und die neuen Betreiber ein verlässliches Angebot schaffen. Nach dem 27. Februar sollen wieder die regulären Fahrpläne gelten – für die S 7 also tagsüber der 20-Minuten-Takt.

Unsere erste Meldung vom 5. Januar, 16 Uhr

Bergisches Land. Die Linie S7, die noch bis Ende Januar vom Bahnunternehmen Abellio bedient wird, fährt ab dem 17. Januar nur noch zweimal in der Stunde. Damit entfällt jede Stunde eine Fahrt von Wuppertal Hauptbahnhof über Remscheid bis nach Solingen-Ohligs und zurück. Das teilte der VRR (Verkehrsbund Rhein-Ruhr) gemeinsam mit der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) und dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) mit. Der Übergangsfahrplan gilt bis zum 27. Februar.

Grund für den Übergangsfahrplan sind notwendige Maßnahmen für die Umstellung. Ab Februar übernimmt Vias Rail die Strecke der S7. Dafür müssen die bislang bei Abellio eingesetzten Triebzüge auf die Anforderungen angepasst und vorbereitet werde. Um dies in der Kürze der Zeit und in allen Bereichen vollständig gewährleisten zu können, müssten Personale und Fahrzeuge bereits im Januar sukzessive für die erforderlichen Zeiträume freigestellt werden und können somit bis Ende Februar nicht in vollem Umfang zur Verfügung stehen.

Nach der Übernahme soll wieder der gewohnte Fahrplan gelten.

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