Vom Entwickler zum Hersteller

Das perfekte Hi-Fi-Erlebnis für Audio-Liebhaber

An der Bebelallee in Solingen haben sich Kim und Frank Levin eine Manufaktur und Ausstellung für Hi-Fi-Geräte und -zubehör eingerichtet.
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An der Bebelallee in Solingen haben sich Kim und Frank Levin eine Manufaktur und Ausstellung für Hi-Fi-Geräte und -zubehör eingerichtet.

Levin Design hat sich mit hochwertiger Hi-Fi-Ausstattung einen Namen gemacht.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Musik ist für Kim und Frank Levin mehr als Begleitung beim Autofahren. Das merkt schnell, wer sich mit dem Ehepaar unterhält. „Wir sprechen nicht über ein Konsum-, sondern ein Kulturgut“, sagen sie einhellig. Mit ihrem Entwicklungs- und Designbüro Levin Design und hochwertigen Hi-Fi-Produkten möchten sie einen Beitrag leisten, Menschen mit Musik zu bewegen.

Oben Leder, unten Sichtcarbon, in der Mitte eine resonanzminimierende Schicht – Tellerauflagen für Plattenspieler aus dem Hause Levin.

Es ist eine spezielle Zielgruppe, die die Solinger Unternehmer ansprechen. „Das ist eine weltweite Szene, deren absolute Leidenschaft Hi-Fi ist“, erklärt Frank Levin. Kommen die Enthusiasten in die Manufaktur an der Bebelallee, geht es um Kleinigkeiten. Welche Kabel wurden verwendet? Wie passen die verschiedenen Geräte zueinander? Die leisesten akustischen Unreinheiten fallen auf. Neulich habe ein Kunde auf einer Schallplatte einen Fehler festgestellt: Der Kontrabass war von der falschen Seite zu hören – ein Widerspruch zum klassischen Aufbau eines Orchesters.

Da kommen wir in Sachen Klangqualität an die Grenze des Machbaren.

Frank Levin

Es scheint wie eine Lapalie, doch genau diese Feinheiten sind entscheidend. „Unser Anspruch ist, so nah wie möglich an den Originalklang heranzukommen“, erklärt Frank Levin. Dieser Erwartung gerecht werden die Röhrenverstärker der Manufaktur Silbatone. Der südkoreanische Hersteller hat sich auf hochklassige Produkte spezialisiert, „die schon mal um die 200.000 Euro kosten können“, berichtet Kim Levin.

Mit Röhrenverstärker wie diesem hat sich der südkoreanische Hersteller Silbatone einen Namen gemacht.

Diese Preisklasse ist in Solingen nicht zu bestaunen. Dennoch hat Silbatone den Levins einige Geräte für ihre Ausstellung der analogen Musikwiedergabe zur Verfügung gestellt. „Für uns ist das eine absolute Ehre. Da kommen wir in Sachen Klangqualität an die Grenze des Machbaren“, schwärmt Frank Levin.

Einige Liebhaber konnten sich am Wochenende ein Bild vom Sound machen. Für sie ein Erlebnis zu schaffen, sei ein Argument für die Ausstellung gewesen. Auf der anderen Seite wollten die Levins austesten, wie die eigens entwickelten Komponenten mit der legendären Technik aus dem Hause Silbatone harmonieren.

Denn Levin Design hat sich vom Entwickler sukzessive zum Hersteller gemausert. Vor einigen Jahren brachten die staatlich geprüfte Betriebswirtin Marketingkommunikation und der Diplom-Produktdesigner eine Schallplattenbürste auf den Markt. Seitdem kamen unter anderem Auflagen für Plattenteller und Kabel hinzu. Die Produkte eint zum einen ihr Anspruch auf höchste Qualität. Zum anderen entstehen sie von der Idee an vollständig in Solingen.

Im Lockdown wurde eine Waschmaschine für Schallplatten entwickelt

Seit Mitte dieses Jahres verfügt Levin Design über die nötigen Zertifikate, um auch Elektrogeräte selbst herstellen zu dürfen. „Wir haben die Corona-Lockdowns für die Entwicklung genutzt“, erzählt Kim Levin. Dabei herausgekommen ist unter anderem eine „Waschmaschine für Schallplatten“. Sie reinigt das Vinyl automatisch. Die verwendete Flüssigkeit kann dank eines ausgeklügelten Systems und des Einsatzes von Vakuum mehrfach verwendet werden – Patent angemeldet.

Während der Corona-Krise entwickelt: Die schwarzen Bluetooth-Boxen und der Phono-Vorverstärker mit ausgelagertem Netzteil dazwischen.

Zu Levins Entwicklungen zählen auch Phono-Vorverstärker mit ausgelagertem Netzteil und Koaxiallautsprecher. Eines der neuen Produkte wartet mit Bluetooth für eine kabellose Musikwiedergabe auf. „Wir können und wollen uns neuer Technologie nicht widersetzen“, betont Frank Levin. Der 56-Jährige bringt großes technisches Verständnis mit. Aus seiner Sicht unabdingbar: „Man muss wissen, wie etwas hergestellt wird, sonst kann man es nicht konstruieren.“

Kim und Frank Levin möchten nachhaltige Produkte liefern. Bedeutet: Die Geräte sollen langlebig sein. Zudem müsse die Möglichkeit bestehen, sie im Fall der Fälle zu reparieren. Nachhaltigkeit bedeutet für das Ehepaar auch, dass die Komponenten kombinierbar, ausbaufähig sind. Das Ziel: Audio-Enthusiasten sollen sich Schritt für Schritt das für sie perfekte Hi-Fi-Erlebnis schaffen und dabei auf die Unterstützung der Experten bauen können. Das hat seinen Preis, den Liebhaber auf der ganzen Welt zu zahlen bereit sind, sagt Kim Levin.

Seit 2000 arbeitet das Ehepaar in Solingen. Zwischenzeitlich habe es Überlegungen gegeben, mit dem Geschäft nach Düsseldorf oder Köln umzuziehen. Was dagegen gesprochen hat? Das Qualitätsversprechen, das mit dem Namen der Klingenstadt international einhergeht.

Silbatone-Geräte

Noch in der restlichen Adventszeit sind die Silbatone-Leihgaben bei Levin Design an der Bebelallee in Solingen ausgestellt. Vorführtermine sind nach Absprache möglich. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter Tel. (02 12) 3 82 88 76, per E-Mail sowie unter levin@levindesign.de

www.levindesign.de

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