Begrüßung

24 neue Beamte verstärken Polizei in Solingen

24 neue Polizeibeamtinnen und -beamte traten gestern ihren Dienst bei der Polizei Solingen an. Der Polizeiberuf ist nach wie vor sehr gefragt. Foto: Christian Beier
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24 neue Polizeibeamtinnen und -beamte traten gestern ihren Dienst bei der Polizei Solingen an. Der Polizeiberuf ist nach wie vor sehr gefragt.

Insgesamt treten 94 frisch ausgebildete Kräfte ihren Dienst im Bergischen Städtedreieck an.

Bergisches Land. Vor ihnen liegen große Aufgaben: Insgesamt 94 neue Polizeibeamtinnen und -beamte traten gestern ihren Dienst beim Polizeipräsidium Wuppertal an. Darunter wurden 83 gerade zu Kommissaren ernannt und sehen nun ihrem Ersteinsatz im Bergischen Städtedreieck entgegen. Die 24 Neuzugänge für Solingen wurden gestern Nachmittag an der Hauptwache der Polizei an der Kölner Straße bei einem Gruppenfoto begrüßt.

Auch in Remscheid, wo nun 24 neue Beamte die Polizei verstärken, gab es einen kleinen Empfang für die Neulinge, bei dem Remscheids Bürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) ein Grußwort sprach. 40 neue Kräfte sind künftig in der Polizeiinspektion Wuppertal tätig – elf wechseln darüber hinaus aus anderen Kreispolizeibehörden in unterschiedliche Direktionen in Solingen, Remscheid oder Wuppertal. Zusätzlich haben in den vergangenen zwölf Monaten sechs Verwaltungsbeamtinnen und -beamte und 46 Regierungsbeschäftigte ihren Dienst in der Kreispolizeibehörde Wuppertal angetreten, teilt die Polizei weiter mit.

Einer der neuen Polizisten, der in der Solinger Wache künftig als Streifenbeamter eingesetzt wird, ist Marius Hall. Der Polizeiberuf liegt bei dem Sohn des vormaligen Solinger Polizeichefs Robert Hall in der Familie. Die Zeit seines dualen Studiums habe er als „spannend und abwechslungsreich“ erlebt, berichtet der 25-Jährige.

Wer Polizist wird, möchte den Bürgern in der Stadt helfen

„Im beruflichen Alltag schlichten wir nicht nur Streit, lösen Probleme und sind Freund und Helfer, sondern auf uns warten jeden Tag die unterschiedlichsten Einsatzsituationen. Diese bewältigen wir Tag für Tag.“ Gleichzeitig begegne die Polizei dem Problem zunehmender Respektlosigkeit im Alltag – diese Entwicklung hatte kürzlich erst die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gegenüber dem ST beklagt.

Marius Hall betont mit Blick auf seinen Berufsstand: „Wenn man eine solche Berufswahl trifft, möchte man den Bürgerinnen und Bürgern helfen und sie unterstützen. Dementsprechend wünscht man sich Akzeptanz und Wertschätzung für sein Handeln.“ Es sei für ihn eine große Ehre, in seiner Heimatstadt nun seinen Traumberuf ausüben zu dürfen. „Ich freue mich auf meine tolle Dienstgruppe und eine spannende Zeit.“

Mit der neuen Personalsituation zeigte sich auch Björn Lüdtke, Sprecher der GdP für das Bergische Land, zufrieden: „Das reicht, um die Wachdienstgruppen zu verstärken und Solingen auf einem sicheren Niveau zu halten.“

Standpunkt: Der Andrang ist groß

kristin.dowe@ solinger-tageblatt.de

Kommentar von Kristin Dowe

Ausgelastet sein dürften sie zur Genüge – die 24 neuen Polizeibeamtinnen und -beamten, die gestern in der Klingenstadt ihren Dienst antraten. Zwar ist Solingen bei dem rein zahlenmäßigen Blick auf Straftaten, die im öffentlichen Raum verübt werden, eine verhältnismäßig sichere Stadt. Dennoch ist das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Bürger in einigen dunklen Ecken etwa im Bereich der Innenstadt zuweilen getrübt. Dies zu verbessern, gehört zu den erklärten Zielen der Polizei, die sich als Arbeitgeber trotz der Widrigkeiten im Einsatzalltag noch immer großer Beliebtheit erfreut. So hatten sich im vergangenen Jahr mehr als 11 800 Schulabgänger für das duale Studium bei der Polizei beworben – ein Rekord. Neben einer inhaltlich und sportlich fordernden Ausbildung hat der Job tatsächlich viele Vorteile zu bieten. So sind die jungen Polizeianwärter bereits ab dem Beginn ihrer Laufbahn Beamte auf Widerruf. Mancher Bewerber dürfte aber auch zu der Erkenntnis gelangen, dass der reale Berufsalltag mit dem „Tatort“ nicht viel zu tun hat.

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