Statistik

Bergischer Arbeitsmarkt zeigt sich in der Krise stabil

Arbeitslosenquote liegt bei 7,4 Prozent

Von Philipp Müller und Manuel Böhnke

Wie die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal mitteilt, zeige sich „trotz kritischer Konjunkturprognosen und vielerorts großer Sorgen mit Blick auf den bevorstehenden Winter“ der Arbeitsmarkt „weitgehend unbeeindruckt“. Die Arbeitslosenquote in Solingen liegt für den Monat Oktober bei 7,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug der Wert 7,6 Prozent.

Aktuell sind in der Klingenstadt 6387 Personen arbeitslos gemeldet, das seien 292 Personen oder 4,4 Prozent weniger als im Vormonat, berichtet die örtliche Agentur für Arbeit.

In Solingen entwickelt sich die Zahl anders als bei den Nachbarn. In Remscheid ist die Quote von 7 auf 7,2 Prozent gestiegen, in Wuppertal von 8,8 auf 9,2 Prozent. Landesweit liegt der Wert bei 7 Prozent, im Bund bei 5,3 Prozent.

Die reine Arbeitslosenquote zählt nicht alle Menschen auf, die ohne Job sind, wie die Agentur erläutert: „Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 8492 Personen. Das sind 292 Personen weniger als im Vormonat und 61 Menschen (-0,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr.“

„Die jungen Geflüchteten sind bei der Suche nicht weniger erfolgreich.“

Martin Klebe, Agentur für Arbeit

Allgemein beobachtet die Agentur, dass im „Arbeitsmarktgeschehen jeweils im Vergleich zum Vormonat die Zugänge aus Erwerbstätigkeit leicht gestiegen“ seien. Die Arbeitsaufnahmen seien in Solingen dagegen leicht gesunken. Beim Stellenzugang gibt es eine leicht rückläufige Tendenz. „Ob es sich hierbei um Vorboten einer möglichen Krise am Arbeitsmarkt handelt, wird sich erst in den Folgemonaten zeigen“, erklärt Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Die Jobcenter im Städtedreieck hätten die Übernahme ukrainischer Geflüchteter weitgehend abgeschlossen. Mehr als 2000 Ukrainer seien arbeitslos gemeldet.

Gestern hat die Agentur zudem eine „vorläufige Bilanz zum Ausbildungsjahr 2022“ vorgelegt. Demnach haben sich in Solingen seit Oktober 719 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz bei der Berufsberatung gemeldet – 13,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Diesem Wert gegenüber stehen 784 gemeldete Lehrstellen, was etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Im Bergischen Land tragen Martin Klebe zufolge Menschen, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland geflüchtet sind, zur Entlastung auf der Bewerberseite bei. Sie machen demnach zehn Prozent aller Interessenten aus: „Die jungen Geflüchteten sind bei der Suche nicht weniger erfolgreich als ihre deutschen Altersgenossen.“

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