Bergische Symphoniker suchen ein Maskottchen

Daniel Huppert und die Bergischen Symphoniker freuen sich auf die Entwürfe der Kinder für ein Maskottchen. Archivfoto: Roland Keusch
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Daniel Huppert und die Bergischen Symphoniker freuen sich auf die Entwürfe der Kinder für ein Maskottchen.

Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche – Fantasiewesen soll die Musiker bei ihren Konzerten stets am Dirigentenpult begleiten

Von Andreas Weber

Wird es ein Löwe, der auf die Pauke haut? Ein Bär, der mit den Tatzen die Violine streicht? Oder ein Delfin, der mit der Schnauze die Harfe zupft? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt beim Malwettbewerb der Bergischen Symphoniker. Das Orchester sucht ein Maskottchen. „Es darf auch ein Fantasiewesen sein, nur Orchesterbezug sollte es haben. Vielleicht ein freundliches Monster in Gestalt einer Trompete“, überlegt Katherina Knees, die den Bereich Education bei den Symphonikern betreut. „Je verrückter, desto besser“, ermunter sie die Teilnehmer.

Kinder und Jugendliche in Remscheid und Solingen sind aufgerufen, bis zum 19. Februar ihre Ideen zu Papier zu bringen. Der beste Entwurf mit Bunt-/Filzstiften oder Wasserfarben unter den Skizzen wird nicht nur prämiert, sondern wird dazu führen, dass Generalmusikdirektor Daniel Huppert bei Konzerten in Zukunft einen treuen Begleiter an seinem Dirigentenpult erhalten wird. Die Gewinneridee wird von einer Schweizer Spezialfirma umgesetzt.

„Je verrückter, desto besser.“

Katherina Knees, leitet den Education-Bereich bei den Symphonikern

„Eiswiekeis“ - Schwiizerdütsch für „Eines wie keines“ – hat sich auf die Fahne geschrieben: „Zeichne dein eigenes Stofftier“. Wer dieses einreicht, bekommt es passgenau genäht. Die Bergischen Symphoniker werden den Auftrag erteilen, nachdem sich die Jury aus den Oberbürgermeistern Tim Kurzbach und Burkhard Mast-Weisz, Daniel Huppert und Katherina Knees für einen Sieger entschieden hat.

Für Knees ist der Malwettbewerb ein weiteres Instrument, um die Jugend an die Symphoniker zu binden. Ein Stofftier mit Wiedererkennungswert soll die Philosophie der Symphoniker unterstreichen, alle Generationen in ihr Programm einzubinden.

Die 39-jährige Musikwissenschaftlerin, die seit zwölf Jahren als freie Musikjournalistin unterwegs ist, stammt aus Münster und lebt seit langem in Köln. Im dritten Jahr ist sie auch für das bergische Ensemble aktiv. Zumeist sind es die halbstündigen Einführungsveranstaltungen vor den Philharmonischen Konzerten, die Katherina Knees moderiert. Seit Dezember hat sie zusätzlich zu ihrer journalistischen Aufgabe den Bereich „Education“ bei den Symphonikern übernommen, mit einer Teilzeitanstellung, die zwei Tage die Woche vorsieht.

Mit ihrer Tätigkeit will sie die Musik und das Orchester zu den Jüngsten tragen. „Für jede Altersstufe gibt es ein Konzept. Ziel muss es sein, dass Schüler mit dem Konzept aufwachsen.“ Katherina Knees sagt, sie brenne für die Sache. Auch, weil der Rahmen stimme. „Das Orchester hat ein tolles Niveau, reicht dem Publikum die Hand, ist bereit, neue Wege zu gehen.“ Die Mutter zweier Söhne möchte, dass die Nachwuchsbindung weit über den obligatorischen Schulbesuch hinausgeht, bei dem Klassen einmal im Schuljahr von ihren Lehrern in ein Konzert komplimentiert werden. Entscheidend sei, eine persönliche Bindung zu entwickeln. Dafür kommen die Instrumentalisten oder auch prominente Gastmusiker in den Unterricht, um nicht nur Proben ihres Könnens zu geben, sondern auch in den Dialog mit Jugendlichen zu treten.

Dazu auch: Skateboard und Geige? Passt perfekt zusammen, beweist Miki Kekenj. Der Konzertmeister der Bergischen Symphoniker bringt Hiphop und Klassik zusammen.

„Es soll keine Einbahnstraße sein, Kinder dürfen sich aktiv bei den Symphonikern einbringen“, betont Knees, die selbst mal Kontrabass und Klavier an der Musikhochschule Köln studiert hat, bevor sie feststellte, dass ihr das Schreiben über die Musik mehr liegt.

In Zeiten von Corona, wo Interaktion zwischen Schülern und Orchestermitgliedern so gut wie unmöglich ist, verspricht sich Katherina Knees besonders viel von dem Malwettbewerb. Ab sofort können die Unterlagen eingereicht werden.

Teilnahme

Die Bilder, wie das zukünftige Orchester-Maskottchen aussehen soll, sollten auf Papier (DIN A3 oder A4) an das Orchesterbüro postalisch geschickt werden: Bergische Symphoniker, Konrad-Adenauer-Straße 72 - 74, 42651 Solingen. Sollte es Fragen im Vorfeld geben, beantwortet Katherina Knees diese gerne unter E-Mail: k.knees@bergischesymphoniker.de. Einsendeschluss ist der 19. Februar. Für den oder die besten Entwürfe wird eine Prämie ausgelobt.

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