Triebwagen wieder fahrbereit

Bergische Museumsbahn: Vereinsheim war nicht versichert gegen Hochwasser - erster Lichtblick

Die Vereinsmitglieder hoffen, ab dem Frühjahr 2022 wieder den Fahrbetrieb aufnehmen zu können. Foto: Andreas Horn
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Die Vereinsmitglieder hoffen, ab dem Frühjahr 2022 wieder den Fahrbetrieb aufnehmen zu können.

Verein in der Kohlfurth wurde beim Hochwasser schwer getroffen. Triebwagen TW 342 ist wieder fahrbereit – Ausblick auf die nächste Saison.

Von Friedemann Bräuer

Wuppertal. Beim Hochwasser am 14. Juli stand das Gelände des Vereins Bergische Museumsbahnen mit Vereinsheim, Betriebshof und Wagenhalle bis zu 60 Zentimeter unter Wasser. Vieles wurde dabei zerstört, noch immer kämpft der Verein mit der Beseitigung der Schäden. Doch es gibt Lichtblicke.

Kurz nach der Flutkatastrophe herrschte zunächst Entsetzen und Fassungslosigkeit bei den Vereinsmitgliedern, was jedoch nicht zu Resignation oder hängende Köpfe führte, zumindest nicht auf Dauer. „Wir haben sofort beratschlagt, was zu tun ist“, so Schatzmeister Guido Korff.

Ihm wie auch den anderen Mitgliedern vor Ort war aber klar, dass man kaum auf Nachbarschaftshilfe in der Kohlfurth rechnen konnte. „Die hatten selbst ausreichend mit den Schäden an ihren Häusern zu tun“, so Korff. Doch es fanden sich trotzdem tatkräftige Hände, die zunächst ausräumten und die Voraussetzungen dafür schafften, dass die Feuchtigkeit aus den Wänden beseitigt wurde..
Dazu auch: Kohlfurth - Flutopfer stellen Strafanzeige gegen Behörden

War das Vereinsheim wegen der im Risikogebiet Kohlfurth extrem hohen Versicherungskosten nicht versichert, so genossen zumindest die Untersuchungsgrube mit ihren elektrischen Installationen in der Wagenhalle und diese selbst mit ihrem Inhalt Versicherungsschutz. „Die Grube ist wieder funktionstüchtig und deshalb ist auch unser vierachsiger Triebwagen TW 342 wieder fahrbereit“, freut sich Guido Korff.

Reparaturkosten liegen bei um die 70.000 Euro

Etwas schleppender geht es mit dem Vereinsheim voran, weil die Handwerksfirmen ausgebucht sind und gerade in der Kohlfurth zu tun haben.

Er hat als Schatzmeister einen umfassenden Blick auf die Finanzen des Vereins: „Bis jetzt habe ich schon rund 20 000 Euro für die bisherigen Arbeiten überwiesen, aber die Kosten liegen nach unseren Schätzungen bei 50.000 bis 70.000 Euro. Es wird nicht einfach sein, die aufzubringen“, weiß er.

Aber trotzdem sind die Mitglieder der Bergischen Museumsbahnen optimistisch, dass im Frühjahr 2022 die Museumsbahnen wieder mit Schaffner und Fahrkartenkontrolleur auf die Strecke Kohlfurth-Petrikshammer-Friedrichshammer-Kaltenbach-Greuel und zurück gehen werden. „Wir hoffen, dass das klappt“, so Korff.

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