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Mittagstisch: Bergische Momente gibt es im Haus „Zur schönen Aussicht“

Ursula Strobel serviert mir nah des Schlosses im Café und Restaurant „Zur schönen Aussicht“ die Potthucke.
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Ursula Strobel serviert mir nah des Schlosses im Café und Restaurant „Zur schönen Aussicht“ die Potthucke.

Potthucke und mehr im Café und Restaurant in Oberburg.

Von Daniela Neumann

Dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr hat das Café und Restaurant „Zur schönen Aussicht“ in Oberburg mit durchgehend warmer Küche geöffnet. Derzeit wechselt die Karte monatlich, sagt Inhaber Andreas Jäger, bald sind Kürbis und Wild dran. Mit seiner Frau Vera hat er sich vor 18 Jahren für das Haus am Platz bei Schloss Burg entschieden. Von höchster Bedeutung ist hier die Frische. Jäger legt Wert auf saisonale und bergische Küche, die modern präsentiert wird. Eine Tochter ist Köchin und Konditorin mit Erfahrung, die andere Kauffrau, freut sich Andreas Jäger über die Nachfolge.

Das ist hier eine angenehme Kombination aus Kartoffelkuchen, Salat, Dip und Lachs. Fotos: Christian Beier

Ich bin hier an einem ruhigeren Tag zu Gast und weiß schnell, was ich essen möchte: Potthucke. „Dat, wat im Pott hockt“. Das westfälisch bis rheinländische Gericht mit den Dingen, die gerade da sind, kommt hier als hausgemachter, gebratener Kartoffelkuchen mit geräuchertem Lachs, Kräuterschmand und Salat für 14,20 Euro. Dazu nehme ich ein stilles Wasser, das kommt aus der Eifel.

Mein Blick geht nach Unterburg und in die Wupperberge sowie zur Wespe, die wohl einige Artgenossinnen mehr auf der Terrasse hat. Sie lässt mich in gutbergischem Ambiente vor dem Bereich zum Feiern von einer bergischen Kaffeetafel träumen. Eine umfassende Renovierung von den Fenstern an sei schon vor Corona geplant gewesen und soll nun nächstes Jahr laufen, erzählt Andreas Jäger.

Das ist die Bewertung unserer Testesserin.

Potthucke ist hier in Scheiben gebratener Kartoffelkuchen

Kommen wir zur Potthucke. Der Kartoffelkuchen hat ganz leicht etwas von Reibekuchen in Leberkäse-Form. Das Erste empfinde ich wohl so, weil er zur Hälfte aus rohen und zur anderen Hälfte aus gegarten Kartoffeln gemacht ist, wie mir Jäger erklärt. Das zweite nehme ich wahr, weil das Ganze nach dem Garen noch einmal in Scheiben gebraten worden ist. Innen erinnert mich die Konsistenz an Quiche. Leichte Säure empfängt mich, Muskat als Gewürz mundet mir. Spannend! Den Kick gibt der superfrische Kräuterschmand, die Dill-Note liebe ich. Der Salat ist fein abgeschmeckt, der Lachs rundet alles ab. Tatsächlich: Hier trifft Bistro-Küche auf ein früheres Alltagsgericht. Das ist Heimat schmecken, so lautet auch das Motto des Hauses auf der Internetseite. Dazu ein paar Worte von Bedienung Ursula Strobel für jeden Gast: ehrlich, bergisch eben.

Fazit: Is(s)t Berg und Burg.

Die ST-Mitarbeiterin Daniela Neumann nimmt Cafés, Bistros, Restaurants und Gaststätten in Solingen unter die Lupe. Dabei entstanden ist eine bunte Serie über den Solinger Mittagstisch im Test.

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