Bergische Lebensretter bringen Kindern die Herz-Druck-Massage bei

So sieht es aus, wenn an Puppen Herz-Druck-Massage geübt wird. Dies kann jede und jeder, sagt der Verein „Bergische Lebensretter“. Foto: Uwe Stobinski
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So sieht es aus, wenn an Puppen Herz-Druck-Massage geübt wird. Dies kann jede und jeder, sagt der Verein „Bergische Lebensretter“. Foto: Uwe Stobinski

Neuer Verein hat sich mit dem Ziel gegründet, an Schulen und auf Anfrage die lebensrettende Methode an High-Tech-Puppen zu lehren.

Von Daniela Neumann

Der neue Verein „Bergische Lebensretter“ möchte Menschen im Notfall hier handlungsfähig machen. Im Vergleich zu umliegenden Ländern habe Deutschland eine schlechte Handlungsquote, sagt Kathrin Funk.

Die Fachärztin für Anästhesie und Notfallmedizin ist Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. Sie hat nun einige High-Tech-Puppen für mehrere tausend Euro angeschafft und startet damit an der Solinger Gesamtschule Höhscheid ein Pilotprojekt.

Nach dem ersten Werkstatt-Probelauf ist nun die Einweisung der Lehrkräfte der nächste Schritt – damit beginne sie noch im Februar, erzählt Funk. Längerfristiges Ziel ist es, an Schulen dauerhaft Puppen zu lagern. „Dann kann statt Stundenausfall einfach mal wieder gedrückt werden“, sagt die Ärztin. Hintergrund sind die Prinzipien der Laien-Reanimation nach neuesten Erkenntnissen.

So soll jede Person in der Lage sein, im Bedarfsfall Ruhe zu bewahren, einen Notruf abzusetzen und die Herz-Druck-Massage auszuführen. Und damit Leben und Lebensqualität zu retten. Gehirnzellen fangen bereits nach drei bis fünf Minuten Herz-Kreislauf-Stillstand an abzusterben, weiß Kathrin Funk. Sie hat die geeigneten Puppen zum Üben der Herz-Druck-Massage erstmals auf einer Ausstellung gesehen.

Der neue Verein möchte sich vorstellen und Spenden sammeln

Deren Vorteil: Sie sind mittels Technik mit einem Tablet zu verbinden. Etwa der Druck-Rhythmus kann so live mit einem einfachen Programm und den Symbolfarben Grün für in Ordnung und Rot für zu schnell oder zu langsam überprüft werden. Betreuer und Betreuerinnen der Schule müssten nur einmalig eingewiesen werden. Dann sei vor Ort mit dem Lehrmaterial auf dem Tablet und den Puppen jederzeit eine Übungseinheit möglich. Es sei wichtig, das „Drücken“ in Frequenz und Tiefe einfach immer mal wieder zu üben beziehungsweise den Rhythmus zu überprüfen, weiß Kathrin Funk.

Mit dem Verein „Bergische Lebensretter“ will sie künftig zu allen Interessierten in der Region kommen können. Sie sieht den Verein als Basis-Anlaufstelle. Bei Schulungen könne auf weitere Fach-Anbieter und -Anbieterinnen verwiesen werden.

Für langfristiges Arbeiten an einem Ort zum Thema sei die Anschaffung von Puppen sinnvoll. Hierfür und für einen Info-Film, um den Verein bekannter zu machen und das Ganze in bewegten Bildern zu erklären, sei der Verein – oder die teilnehmende Institution – auch auf Spenden angewiesen.

Eine eigene Internetseite ist im Aufbau. Hier finden sich schon die Kontaktdaten in Flyer-Form. Das Logo des Vereins hat Grafikerin und Mitgründerin Elke Bojarski entworfen. Es zeigt zwei Hände vor einem stilisierten Herz.

Grundsätzlich als nutzbare Räumlichkeit steht dem Verein der Salon 122 an der Neuenhofer Straße in Solingen zur Verfügung, ergänzt Kathrin Funk.

bergische-lebensretter.de

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