Walder Kirche

Benefizkonzert hilft jetzt zwei Vereinen

Beim Benefizkonzert der Walder Theatertage spielten Roman und Julian (rechts) Wasserfuhr in der Walder Kirche. Foto: Michael Schütz
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Beim Benefizkonzert der Walder Theatertage spielten Roman und Julian (rechts) Wasserfuhr in der Walder Kirche.

Beim Benefizkonzert der Walder Theatertage für die Ukraine spielten Roman und Julian Wasserfuhr in der Walder Kirche.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Der Eintritt war frei, aber schon beim Betreten der Walder Kirche füllte sich das Spendenkörbchen, das Rainer Daams vom Verein „Walder Theatertage“ den Besuchern entgegenhielt, zunehmend. Am Ende waren es 3700 Euro, die jetzt an die beiden Vereine „Trans-Europa“ und „Solingen hilft“ zur Ukraine-Hilfe gehen.

Wieder einmal waren die Brüder Wasserfuhr einer Einladung von Peter Wirtz als Vorsitzendem der Walder Theatertage gefolgt, um mit ihren jazzigen, mitunter experimentellen und expressionistischen Klängen zu begeistern. Einladung und Zusage kamen spontan. „Sehr gerne“, wie Roman Wasserfuhr in seiner Begrüßung sagte, trügen sie als Musiker dazu bei, die akute Not der aus der Ukraine flüchtenden Menschen zu lindern und denen zu helfen, die dort in Krankenhäusern unter Medikamentenknappheit litten.

Pfarrer Bernd Reinzhagen, „Hausherr“ der Kirche, stellte die beiden Vereine in seiner moderierten Begrüßung vor. Dr. Christoph Zenses, Vorsitzender von „Solingen hilft“, berichtete zusammen mit einer aus der Ukraine stammenden Mitarbeiterin über bereits ins Krisengebiet gefahrene Transporte, die nach einer Liste aus dortigen Krankenhäusern speziell zusammengestellt Medikamente und Materialien enthielten. Der Landtagsabgeordnete Josef Neumann (SPD) stellte den Verein, „Trans-Europa“ vor, der mit Mitarbeitern an der Grenze der Ukraine mit Polen tatkräftig hilft, die Nöte der Flüchtenden zu mildern. Außerdem sorgt er für die Ausreise bedürftiger Menschen wie Menschen mit mehrfach schwersten Behinderungen, Senioren, an Demenz Erkrankte oder krebserkrankte Kinder.

Diese Schilderungen noch im Ohr, drangen die ruhigen, wehmütigen Klavierklänge von Roman Wasserfuhr, mit denen er das Konzert eröffnete und sich über die nachdenklichen Trompeten-Akzente seines Bruders Julian setzten, noch einmal besonders intensiv in die Herzen der Zuhörer. „Solitude“, ein pastellfarbenes Stück, in der für die Künstler nahezu auftrittslosen Corona-Zeit entstanden, nahm mit hinein in eine Stunde gehörter und gefühlter Emotionalität. Immer wieder anklingende Lebensfreude in zum Teil kräftiger Leidenschaft der Klänge brach auch vorsichtigem Optimismus Bahn.

Viel spontaner Applaus bewies die Freude darüber, nach so langer Zeit in einer vollen Kirche gemeinsam faszinierende Musik zu erleben. So wurde unter anderem das Stück über den aus einem Krieg geretteten Hund „Mini“ mit seinem dankbaren positiven Grundton zum Hoffnungsträger. Am Schluss gab es donnernden Beifall – bevor der Chor „Voices“ den finalen i-Punkt setzte.

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