Ausstellung

Beim „Perspektivwechsel“ sind Augen und Sinne gefragt

Ann Sophie Detje zeigt unter dem Titel „Perspektivwechsel“ neue Arbeiten in der Galerie SK in den Güterhallen. Foto: Tim Oelbermann
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Ann Sophie Detje zeigt unter dem Titel „Perspektivwechsel“ neue Arbeiten in der Galerie SK in den Güterhallen.

Die Fotografin Ann Sophie Detje eröffnet am Sonntag ihre Ausstellung in der Galerie SK im Südpark.

Von Philipp Müller

Unter dem Titel „Perspektivwechsel“ stellt die Fotografin Ann Sophie Detje Fotografien, Videos und Fotoinstallationen vor. Die Gelsenkirchenerin nimmt dabei in der Galerie SK den Perspektivwechsel ganz unterschiedlich vor. Die Galerie im Südpark wird somit auch zum Ort, an dem sich die Besucherinnen und Besucher intensiv mit dem auseinandersetzen, was sie zu sehen bekommen.

Doch wie entsteht alles? An einer Wand hängen Installationen aus Fotos, die ineinander übergehen. Mal sind es die Achsen von Details aus Industrieanlagen, dann wachsen Fotos von unterschiedlichen Bäumen zu einer Pflanze zusammen oder zwei Füße scheinen im Himmel über einem Gewässer zu stehen. Ann Sophie Detje erklärt, dass die Kombinationen nicht geplant sind. „Alles entsteht auf dem Boden“, sagt sie. Dort breitet sie die einzelnen Fotografien aus und kombiniert sie solange, bis die Konstruktion entstanden ist. Die wechselnde Perspektive ist dabei in der Regel, dass die Bilder gedreht werden müssen, bis aus einzelnen Fotos ein großes entsteht.

Aber es geht auch anders. In der ersten Etage ist ein deutlich komponiertes Szenario zu sehen. Da sieht man Fotos von Wohn- und Esszimmern. „Das sollte so wirken, als wären die Bewohner gerade aufgestanden und gegangen“, sagt Detje. An der genüberliegenden Wand sind Sperrguthaufen aus Möbeln, Müllsäcken und sonstigen Teilen zu sehen. Die Folge nach dem Auszug? Basis für die Möbel in den Zimmern? Oder hat alles nichts miteinander zu tun? Das schafft Raum für den Perspektivwechsel der Betrachtenden.

Paris wird zur Collage aus Bekanntem und Unbekanntem

Manchmal ist das Thema mit der wechselnden Perspektive aber auch ein großes Spiel für Detje. So nimmt sie in der Galerie SK mit nach Paris. Zu einer großen Collage sind Motive aus der französischen Hauptstadt zusammengefügt. Klar, man sieht Eiffelturm und Triumphbogen. Doch dann sind es Details am Straßenrand, die nicht zuzuordnen sind. Wild wechselt die Perspektive von Bekanntem zu Unbekanntem – so entsteht das Spiel im Kopf, ob man bei der letzten Parisreise nicht doch eines der Details selbst erlebt haben könnte.

Eine Videokamera rollt festgezurrt in einer Kugel aus Acrylglas über den Boden. Das Glas wird mit Farbe übergossen. Mal stellt das Objektiv scharf, mal wirkt alles verwischt. Noch eine spielerische Form, wie Detje sich dem Thema Perspektivwechsel nähert. Fazit: Es gibt viel zu gucken und auch zu stauen.

„Perspektivwechsel“, Galerie SK, Alexander-Coppel-Straße 44, Vernissage: Morgen, Sonntag, 13. Februar, 15 Uhr, Laufzeit bis 13. März, mi. und do. 17 bis 19 Uhr, so. 11 bis 17 Uhr, Künstlergespräche mit Ann Sophie Detje unter: www.annsophiedetje.de

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