15 Vereine bieten Bewegung unter freiem Himmel

Bei Sport im Park Neues ausprobieren

Ob American Football, wie hier beim Training der Paladins, oder lieber etwas weniger ruppig: Sport im Park bietet die Möglichkeit, neue Sportarten auszuprobieren,
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Ob American Football, wie hier beim Training der Paladins, oder lieber etwas weniger ruppig: Sport im Park bietet die Möglichkeit, neue Sportarten auszuprobieren,

Football oder Fahnenschwenken – Der Fokus liegt auf Spiel und Spaß.

Von Jonathan Hamm

Solingen. Sport im Park hat begonnen, doch der Start war noch ein wenig holprig. Bei den Paladins wartete man an der Adolf-Clarenbach-Straße vergeblich auf sportbegeisterten Zuwachs. „Es liegt am Wetter“, vermutete Sportvorstand Birgit Friedrichs, und ein Blick in den wolkenverhangenen Himmel mit gelegentlichen Schauern unterstützte ihre These. Es wurde einfach das gewohnte Vereinstraining absolviert – und es bleibt ja auch noch genügend Zeit, das Angebot auszuprobieren.

Noch drei Wochen, bis zum 21. Juni biete man Neugierigen die Möglichkeit einfach mal unverbindlich vorbeizuschauen. Keine Ausrüstung ist kein Problem, schließlich sei das Equipment gerade zu Beginn nicht entscheidend, erklärt Niklas Schopphoff. Nur sportliche Kleidung und etwas zu trinken müsse man mitbringen.

Der Fokus liegt auf Spiel und Spaß

Jeder könne kommen, betont er, denn der Fokus liege auf „Spiel und Spaß“. Sport im Park sei „gerade für die Kleinen super zum Einsteigen“, erklärt Alexander Thomas, denn hier könnten sie in den Sport „erstmal reinschnuppern“.

Für all diejenigen, denen es beim klassischen Football zu ruppig zugeht und die es lieber körperkontaktlos haben, bieten die Paladins „Flag Football“ an. Statt dem klassischen „Tackle“, also des Zu-Boden-Bringens des Angreifers wird bei dieser Variante des Spiels der Ballführer durch das Ziehen einer Flagge aus dessen Gürtel gestoppt. Egal ob U13, U16 oder U19 – für jedes Alter gebe es die passende Gruppe. Auch interessierte Mädchen seien natürlich willkommen.

Das Projekt sieht man bei den Paladins als Chance, junge Leute für den Sport zu begeistern, denn „Corona hat wehgetan“, gibt Alexander Thomas zu. Das weiß auch Birgit Friedrichs, denn den Verein plagten ein wenig „Nachwuchssorgen“. „Wir wünschen uns, Zuwachs zu bekommen“, erklärt sie. Egal ob klein oder groß, ob dick oder dünn: „Das Schöne am American Football: Für jeden gibt es einen Platz.“

Mehr Glück mit dem Wetter hatte tags darauf die Schützenbruderschaft St. Sebastianus. Im Gegensatz zu den Paladins ist man in diesem Jahr zum ersten Mal bei Sport im Park dabei und bietet gleich etwas Ungewöhnliches an: Fahnenschwenken. „Es ist Bestandteil der Schützenvereine“, weiß der 1. Vorsitzende Alexandro Sansone. Das Schwenken „ist auch ein Leistungssport“, betont er. Vor allem der Oberkörper und die Arme werden beansprucht.

Schießen ist im Schützenverein kein Muss

Es spiele keine Rolle, ob Anfänger oder Profi: „Wir holen jeden da ab, wo er gerade steht.“ „Überwiegend schießen wir“, erläutert Susanne Albuszies, aber auch das Schwenken der Fahnen gehöre mit zum Alltag im Schützenverein. Die Fahnen wurden zum Teil gekauft oder sind selbstgemacht und wiegen von anderthalb bis sechs Kilo. Das könne „schon sehr anstrengend sein“. Doch nicht nur die Muskeln, auch die kleinen grauen Zellen werden benötigt, denn besonders die zahlreichen Figuren, die man schwenken kann, forderten auch ein gutes koordinatives Geschick. Das „fördert die Motorik“, weiß Susanne Albuszies. Unerfahrene könnten aber erstmal behutsam mit den Grundfiguren wie der „Sonne“ oder der „Acht“ beginnen. Wer sich schon etwas sicherer fühlt, der könne auch versuchen, die Fahne zu werfen und wieder zu fangen. Das mache schließlich am meisten Spaß.

Einige Neugierige sind gekommen, um diesen außergewöhnlichen Sport auszuprobieren, und immer wieder halten interessierte Spaziergänger an, erkundigen sich oder gesellen sich gleich mit dazu.

Wer sich nur für das Fahnenschwenken und weniger für das Schießen interessiere, der sei im Schützenverein trotzdem genau richtig, denn: Das Schießen ist schließlich kein Muss.

Sport im Park

Sport im Park wird organisiert vom Solinger Sportbund und unterstützt von der Bergischen Krankenkasse, der Stadt Solingen sowie dem Solinger Tageblatt. Insgesamt 15 Vereine bieten 25 Angebote an. Die Teilnahme ist kostenfrei, und es ist keine Anmeldung nötig. Weitere Informationen zum Programm und zu den Terminen findet man in der „Solingen Sportapp“ und unter www.solingersport.de.

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