Verkehr

A 3: Autobahnbauer bieten „digitalen Infomarkt“

Die sechs Fahrbahnen der Autobahn 3 werden noch bis 2023 saniert. Der Ausbau auf acht Fahrstreifen soll zwischen Opladen und Hilden – also auch auf Solinger Gebiet – in den Jahren ab 2030 erfolgen. Foto: Christian Beier
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Die sechs Fahrbahnen der Autobahn 3 werden noch bis 2023 saniert. Der Ausbau auf acht Fahrstreifen soll zwischen Opladen und Hilden – also auch auf Solinger Gebiet – in den Jahren ab 2030 erfolgen.

Bürgerbeteiligung zum Ausbau zwischen Hilden und Opladen beginnt am Montag.

Solingen. Mit einem „digitalen Infomarkt“ beginnt die bundeseigene Autobahn-GmbH Rheinland die Bürgerbeteiligung zum geplanten Ausbau der Autobahn 3 zwischen Opladen und Hilden. Fünf Tage lang wollen dabei Fachleute der Gesellschaft in der nächsten Woche informieren und Fragen beantworten. Dies geschieht mit Präsentationen, Videos und Plänen. Für den Austausch mit den Bürgern wird auf der eigens eingerichteten Internetseite eine Diskussionsfunktion angeboten.

Die A 3 wird derzeit auf der 85 Kilometer langen Strecke zwischen Königsforst und Dinslaken von derzeit sechs auf acht Fahrspuren erweitert. Den Ausbau der 15 Kilometer zwischen Opladen und Hilden peilt die Autobahngesellschaft für die Zeit ab 2030 an. Von der Erweiterung erhoffen sich die Fachleute dort einen besseren Verkehrsfluss auf der vielbefahrenen Fernstraße und dadurch weniger Staus. Gegner des Ausbaus kritisieren vor allem den Eingriff in Naturschutzgebiete wie die Ohligser Heide. Mit dieser Begründung hatte sich zuletzt die Stadt Solingen gegen den achtstreifigen Ausbau ausgesprochen. Auch andere Kommunen und mehrere Bürgerinitiativen haben Vorbehalte geäußert.

Nicht zuletzt wegen der vielfach geäußerten Kritik setzt die neu gegründete Autobahn-GmbH, die das Projekt Anfang des Jahres vom Landesbetrieb Straßen NRW übernommen hatte, nach den Worten ihres Sprechers Sebastian Bauer auf Dialog und Transparenz. Der Online-Infomarkt ist Teil dieser Strategie.

A 3 bei Solingen: Vier Tage für den Austausch, einer für die abschließende Bilanz

Er wird von Montag, 15., bis Freitag, 19. März, aufzurufen sein. Die ersten vier Tage sollen laut Bauer dem Austausch zwischen den Bürgern und der Autobahn-GmbH dienen. Für den letzten Tag ist eine Abschlussveranstaltung geplant. „Interessierte können den digitalen Infomarkt an diesen Tagen rund um die Uhr erreichen“, kündigt Bauer an. Experten und Gutachter werden nach seinen Angaben aber auch zu terminierten Live-Chats einladen und dabei aus erster Hand informieren.

Neben der allgemeinen Erläuterung des Projekts wollen die Fachleute auch über die möglichen Varianten des Ausbaus, über Verkehrsgutachten und eine eventuelle vorübergehende Freigabe der Seitenstreifen für den rollenden Verkehr diskutieren. Auch die Themen Umwelt und Lärmschutz sollen erörtert werden. Bauer kündigt an: „In der Abschlussveranstaltung am Freitag greift die Autobahn GmbH diese Themen auf und stellt sie in den Kontext der Diskussionen in dieser Woche.“ Moderiert wird der digitale „Infomarkt“ durch die Agentur „IKU – Die Dialoggestalter“.

Bereits vor der Veranstaltung hat die Autobahngesellschaft laut Bauer die Bürgerinitiativen, Naturschutzverbände, Interessengruppen und Kommunen dazu aufgerufen, parallel ihre Inhalte zum Thema auf den eigenen Webseiten zur Verfügung zu stellen. Er kündigt an: Die Autobahn-GmbH werde vom Infomarkt in einem eigenen Menüpunkt auf diese Inhalte verlinken. Auch Vertreter der Kommunen und verschiedenen Gruppen können am Infomarkt teilnehmen.

Der Infomarkt soll ohne vorherige Anmeldung zugänglich sein. Für die fest terminierten Chats ist aber eine einmalige Anmeldung erforderlich: per E-Mail an

a3-infomarkt@dialoggestalter.de.

Digitaler Infomarkt (vom 15. bis 19. März) im Internet: www.a3-infomarkt.de

Varianten

Für die künftige Autobahntrasse gibt es fünf Varianten. Eine besagt, die zusätzlichen Fahrstreifen auf beiden Seiten symmetrisch anzubauen. Bei vier weiteren geht es um einen in der Achse jeweils stärker oder schwächer versetzten Ausbau.

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