Beethoven erklingt mit Hygiene-Abstand

Frank Kistner lädt zu Klassik in den Salon 122 ein. Foto: Michael Schütz
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Frank Kistner lädt zu Klassik in den Salon 122 ein. Foto: Michael Schütz

Salon 122 lädt wieder zu Konzerten ein

Von Philipp Müller

Zufrieden ist der Organisator der Konzerte im Höhscheider Salon 122, dass es kommenden Sonntag erstmals wieder ein Konzert mit klassischer Musik geben wird. Unzufrieden ist er natürlich mit der Corona-Situation. Denn er muss das Publikum auf zwei Räume aufteilen. Und geteilt wird auch das Konzert. So wird es um 16 Uhr zunächst 50 Minuten Klassik zum Beethovenjahr geben. Um 17.30 Uhr folgt die zweite Aufführung des Trios.

Die drei Musiker Joowon Park (Violine), Emanuel Matz (Violoncello) und Satomi Nishi (Klavier) kennt Kistner. Ohne die persönliche Schiene sind die Konzerte mit den Berufsmusikern undenkbar. Denn sie müssen auf ihre gewohnte Gage verzichten. Alles finanziert sich aus dem, was die knapp 30 Besucher eines jeden Durchgangs am Sonntag in den Topf werfen werden.

„Ich sage den Musikern immer, es gibt kein Geld.“

Frank Kistner, Salon 122

Es sei nicht schön, wenn er seinen Freunden und Bekannten aus der Musikwelt sagen müsse, wie das abläuft. „Ich sage den Musikern immer, es gibt kein Geld“, erklärt Kistner. Trotzdem würden sie mit Freude an der Sache in den Höhscheider Salon kommen. Denn Kammermusik können sie nicht so oft spielen. Das sein musikalisch eine ganz andere Herausforderung als das Spiel im großen Orchester.

Für die Konzerte hätte er zusammen mit dem Eigentümer des Salons, Ulrich Brand, in Absprache mit dem Ordnungsamt ein Hygiene-Konzept erstellt. So werden maximal zwei Personen zusammensitzen. Der Abstand zwischen den Musikern auf der Bühne und dem Publikum – da sind aktuell vier Meter erforderlich – seien gewahrt. „Wir denken, dass wir das ganz sicher für unsere Besucher durchführen werden“, sagt Kistner. Daher würden die Zuhörer bewusst auf zwei Räume aufgeteilt. Er macht darauf aufmerksam, dass während des Konzerts auch am Sitzplatz, eine Mund-Nase-Maske zu tragen sei.

Er selbst wird aus „Der Geisterseher“ von Friedrich Schiller lesen, denn die beiden Konzerte stehen unter dem Titel „Beethoven Misterioso“. Damit für ihn und den Salon 122 nicht mysteriös ist, wer kommt, wurden alle Besucher schon vorab um ihre Kontaktdaten gebeten. Ganz wenige Restplätze hatte er gestern noch. Anfragen über:

hoehscheider-salon@web.de

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