Beruf

Bedeutung virtueller Realität in der Ausbildung wächst

Einsatzmöglichkeiten von Virtual Reality in der Ausbildung stehen im Mittelpunkt der A-Recruiter-Tage. Foto: Christian Beier
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Einsatzmöglichkeiten von Virtual Reality in der Ausbildung stehen im Mittelpunkt der A-Recruiter-Tage.

Die Solinger u-form Testsysteme GmbH hat Kunden aus ganz Deutschland zu Workshops und zum Netzwerken eingeladen.

Von Michael Kremer

Firmen stehen in diesen Tagen nicht mehr nur im Wettbewerb um Kunden und Aufträge. Auch bei der Suche nach Auszubildenden konkurrieren sie. „Immer mehr Jugendliche haben heute die Möglichkeit, sich ihren Ausbildungsplatz aussuchen zu können“, beschreibt Felicia Ullrich die Situation. Sie ist Geschäftsführerin der u-form Testsysteme GmbH & Co. KG mit Sitz in Solingen. Die hat in diesen Tagen die Ergebnisse ihrer Studie über die Duale Ausbildung herausgegeben. Fazit: „Unternehmen müssen Jugendlichen eine Perspektive bieten und mehr auf deren Wünsche eingehen“, sagt Ullrich.

Welche Herausforderungen dabei auf die Unternehmen zukommen, vermittelt u-form ihren Kunden bei den A-Recruiter-Tagen, zu denen die Solinger einmal jährlich einladen. Diesmal sind dazu 40 Ausbildungsverantwortliche aus ganz Deutschland in die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft nach Gräfrath gekommen.

Die zweitägige Veranstaltung bietet den Teilnehmern „Zeit zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch“, erklärt Ullrich. Dazu gibt es Workshops, bei denen neue Angebote und Trends im Bereich der Ausbildung vorgestellt werden. Ganz oben steht dabei in diesem Jahr das Thema Virtual Reality (VR). Als virtuelle Realität wird in Fachkreisen die Darstellung und Wahrnehmung der Wirklichkeit in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven, virtuellen Umgebung bezeichnet.

Die Integration der VR in die Ausbildung ist ein Thema, mit der sich auch die Bergische Universität in Wuppertal beschäftigt. Die ist bei den A-Recruiting-Tagen durch ihren wissenschaftlichen Mitarbeiter Christian Fehling vertreten. Er hat neben den von der Uni entwickelten Konzepten zum Social Virtual Learning (SVL) auch die erforderliche technische Ausstattung mitgebracht, mit der Virtual Reality in der beruflichen Bildung von Medientechnologen eingesetzt werden kann.

Arbeitsprozesse in einer virtuellen Umgebung erleben

Das technologische Fundament für SVL stellt die Virtual Reality dar. In einer virtuellen Umgebung können Lernende verschiedene Arbeitsprozesse unmittelbar und interaktiv an einer virtuellen Maschine erleben. Das Eintauchen in die virtuelle Welt soll es ihnen ermöglichen, authentische Erfahrungen am virtuellen Lerngegenstand zu sammeln. Nicht zuletzt werde dadurch auch der Spaß am Entdecken komplexer Maschinen gesteigert.

„Social Virtual Learning soll dazu beitragen, praxis- und arbeitsplatznahe Lernerfahrungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen – unabhängig davon, welche Maschinen am Lernort verfügbar sind“, erklärt Fehling. Dabei stehe vor allem das handlungsorientierte Lernen im Mittelpunkt. Die entsprechenden, von der Bergischen Universität konzipierten Übungen unterstützen dabei die Ausprägung von Handlungskompetenzen.

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